In einem weiter verbesserten Geschäftsumfeld hat die BASF einen nach eigenen Worten strukturellen Ertragssprung geschafft. Die jüngsten Portfoliomaßnahmen zeigen Wirkung, die Ertragskraft des Chemiegeschäfts hat sich nachhaltig verbessert.

Nach der positiven Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten 2010 hat die BASF auch im zweiten Quartal weiter an Fahrt gewonnen. Der Umsatz im zweiten Quartal stieg gegenüber dem Vorjahr um 30 % auf rund 16,2 Mrd. Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 94 % auf 2,2 Mrd. Euro. Kumuliert legte der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um 28 % auf 31,7 Mrd. Euro zu und das EBIT vor Sondereinflüssen um 96 % auf 4,2 Mrd. Euro. Gegenüber dem guten ersten Quartal 2010 konnten sowohl Umsatz als auch EBIT vor Sondereinflüssen gesteigert werden. Dazu trug insbesondere die sehr starke Nachfrage im Chemiegeschäft – also in den Segmenten Chemicals, Plastics, Functional Solutions und Performance Products – bei, die durch die Wiederauffüllung der Läger entlang der Wertschöpfungsketten verstärkt wurde.

„Wir gehen davon aus“, erklärt BASF-Chef Dr. Jürgen Hambrecht, „dass wir unseren Umsatz im Jahr 2010 kräftiger steigern werden als die weltweite Chemieproduktion. Wir erwarten, dass wir das EBIT vor Sondereinflüssen deutlich verbessern und eine Prämie auf die Kapitalkosten verdienen werden.“ Der Vorstandvorsitzende rechnet damit, dass sich die konjunkturelle Erholung im zweiten Halbjahr 2010 moderat fortsetzt.

Alle Segmente trugen zur positiven Entwicklung bei

Bei Plastics lag der Umsatz im zweiten Quartal 48 % über dem schwachen Wert des Vorjahresquartals. Neben der guten Anlagenauslastung spiegeln sich Restrukturierungsmaßnahmen im EBIT vor Sondereinflüssen mit einem Plus von 211 Mio. Euro (153 %) wider. Trotz zahlreicher planmäßiger Wartungsabstellungen und Lieferengpässen bei Nylon 6.6-Produkten konnte das Ergebnis des ersten Quartals 2010 nochmals übertroffen werden.

Das Segment Performance Products steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal mengen- und preisbedingt um 29 %. Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit wichtiger Vorprodukte kam es in einigen Produktlinien zu Lieferengpässen. Das EBIT vor Sondereinflüssen legte um 391 Mio. Euro (489 %) zu. Dieses starke Ergebniswachstum ist unter anderem auf realisierte Synergien aus der Ciba-Integration zurückzuführen.

Bei Functional Solutions stieg der Umsatz im zweiten Quartal 2010 insbesondere dank stärkerer Nachfrage aus der Automobilindustrie in allen Regionen erheblich und übertraf das Vorjahresquartal um 40 %. Das EBIT vor Sondereinflüssen legte um 117 Mio. Euro (244 %) zu. Der Umsatz bei Sonstige verzeichnete einen Anstieg von 32 %. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Preise bei Styrenics zurückzuführen.

Umsatz und Ergebnis stiegen in allen Regionen

In Europa lag der Umsatz der Gesellschaften im ersten Halbjahr 2010 um 16 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das EBIT vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 1,14 Mrd. Euro (76 %) auf 2,63 Mrd. Euro. In Nordamerika wuchs der Umsatz im Berichtszeitraum in US-Dollar um 42 % und in Euro um 44 %. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 530 Mio. Euro (202 %) auf 792 Mio. Euro. Der Umsatz in der Region Asien, Pazifischer Raum legte in lokaler Währung um 55 % und in Euro um 60 % zu. Auch das EBIT vor Sondereinflüssen wuchs um 357 Mio. Euro (145 %) auf 603 Mio. Euro, trotz der Wartungsabstellung des gesamten Standorts Nanjing. In Südamerika, Afrika, Naher Osten übertraf der Umsatz den Wert des ersten Halbjahres 2009 um 21 % in lokaler Währung und um 33 % in Euro.

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