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Rund 150 Fachleute aus Industrie und Hochschule – nach Angaben des Veranstalters so viele wie noch nie – folgten am 3. September der Einladung des Instituts für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung IWK der HSR Hochschule für Technik Rapperswil/Schweiz zum vierten Rapperswiler Kunststoff-Forum. Mit dieser alljährlichen Veranstaltung fördert das Institut die Zusammenarbeit zwischen Praxis und anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung und bietet Interessierten eine Plattform, laufende Projekte und Entwicklungen des IWK kennen zu lernen und sich unter Fachleuten auszutauschen.

In seiner Grußadresse wies Rektor Prof. Dr. Hermann Mettler auf das große Engagement der HSR für die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung hin. Das IWK hat sich in den vier Jahren seit seiner Gründung als wichtiger Partner der Industrie etabliert und soll solide weiterentwickelt werden. Institutsleiter Prof. Dr. Frank Ehrig berichtete über die Entwicklung der Fachkompetenz Schadensanalyse, die Mitwirkung in der neuen Innovationszelle Kunststofftechnik für Wissens- und Technologietransfer sowie über die Erweiterung der F&E-Tätigkeiten im Bereich Materialentwicklung.

Aktuelle Projekte im Bereich Spritzgießen von Prof. Ehrig befassen sich unter anderem mit dem Folienhinterspritzen und dem sogenannten Kleben on Demand, der Integration von Klebstoffschichten in das Kunststoffbauteil mit späterer thermischer Aktivierung. Die Entwicklung schlagzäher Composites als gemeinsames Projekt mit dem Unternehmen Ems-Griltech stellte der stellvertretende Institutsleiter Prof. Dr. Markus Henne vor. Hier geht es um Carbonbauteile insbesondere für Anwendungen in der Luftfahrt. Mittels Integration thermoplastischer Garne in die Faserpreforms, die sich nach der Injektion des Harzes in die Matrix auflösen, kann die Schlagzähigkeit um 10 bis 25 % verbessert werden. Neue Beiträge des IWK zur Berechnung von Wärmespannungen und zum Auslegen von Kunststoffbauteilen wie Laufmantelrollen und Schnappverbindungen wurden von Institutspartner Prof. Johannes Kunz präsentiert. In die aktuelle Thematik Schadensanalyse führte Prof. Dr. Samuel Affolter vom NTB Buchs als Partner des IWK ein.

Dr. Johannes Ripperger, ManuFuture-CH, F&E-Konsortium Eurelations, Zürich, informierte über den aktuellen Stand der Stabilisierungsmaßnahmen im Bereich Forschung und Innovation, wie sie von der Förderagentur für Innovation KTI im Bundesamt für Bildung und Technologie BBT zur Krisenbekämpfung ergriffen wurden. Von dieser flexiblen Förderung profitieren rund 170 F&E-Projekte mit Beteiligung von KMU und Hochschulinstituten. Auf großes Interesse stieß auch Gastreferent Dr. Erwin Bürkle von KraussMaffei, München, mit seinem Vortrag „Innovative Entwicklungen aus dem Bereich der Medizintechnik“, in dem er unter anderem Konzepte zur Kombination von Spritzgießmaschinen mit einem Reinraum bis zur höchsten Reinraumklasse vorstellte.

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IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung

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