3DPC-Award

Die Trophäe der 3D Pioneers Challenge: Insgesamt wurden Projekte aus 27 Ländern und fünf Kontinenten eingereicht. (Bild: Messe Erfurt/3DPC)

In diesem Jahr wurden Projekte aus insgesamt 27 Ländern und fünf Kontinenten für die 3D Pioneers Challenge (3DPC) und damit den internationalen Design-Award für Additive Manufacturing und Advanced Technologies eingereicht.

Den Hauptpreisträger stellte in diesem Jahr die Kategorie Mobility. Das Team um das Projekt „Bellow rail brake“ entwickelte mittels 3D-Druck eine Bremse für das Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem Hyperloop und kommen damit der Vision der nachhaltigen Mobilität einen großen Schritt näher.

Den kategorieübergreifenden Nachhaltigkeitspreis hat Wasp 3D aus Italien gewonnen. Hierbei wird das Material für den Großformatdruck eines Hauses vollständig aus lokalem Boden gewonnen. Es ist damit CO2-neutral und lässt sich sich an jedes Klima und jeden Kontext anpassen.

Die Gewinner des Awards
Die Gewinner zusammen auf der Bühne. (Bild: Messe Erfurt/3DPC)

Welches Projekt in welcher Kategorie überzeugte

3D-gedrucktes Bremssystem
Die Strecke Zürich-Erfurt mit 440 km in 20 min.? Mit dem Hochgeschwindigkeitssystem Hyperloop ist das zu schaffen. Einer der Gewinnerbeiträge des 3DPC ist die mittels 3D-Druck entwickelte Bremse für dieses System. (Bild: ETH Zürich/Inspire)

Bei der 3DPC-Ausstellung lag ein Trend bei Materialentwicklungen und Technologieprozessen mit Fokus auf eine vielschichtige Nachhaltigkeit. So zeigt beispielsweise das Gewinnerprojekt „Geoslate“ wie mit Rückständen von industriellen Herstellungsprozessen umgegangen werden kann und reduziert somit den Abfall bei der traditionellen Schieferproduktion.

Im Bereich Design punktete das E-Boot „Tanaruz“, indem keine neuen Polymere herstellt werden, um die Boote zu drucken. Circular Economy bis zum Ende, wenn das Boot selbst wieder aufbereitet werden kann.

Andere Projekte verwenden Roboterarme. Diese haben den Vorteil im dreidimensionalen Raum zu drucken. So wird das Material immer im optimimalen, vektorbasierten Winkel aufgebracht. „Striatus“ der ETH Zürich- Block Research Group und Zaha Hadid Architects, oder bei „FormWork“ des MIT kann bei gleicher Tragkraft damit Beton reduziert werden.

Das mehrachsige, robotergestützte Bioprinting-Verfahren wiederrum ermöglicht es dem Gewinner in der Kategorie Medtech langfristig überlebensfähiges Herzgewebe zu drucken.

Sinnbildlich für das Leitthema des diesjährigen Wettbewerbs „Convergence“– dem Aufeinandertreffen von etablierten und disruptiven Technologien, steht der Gewinner der Kategorie Digital: Partbox- Click&Print. Das Team setzt mit ihrem Drucker direkt an der Fertigungsstraße an und kann auf Knopfdruck den neuen Robotergreifer für die Verpackungsindustrie streamen und produzieren.

Die Preisgelder und Sachpreise gab es zu gewinnen

Mitglieder der 30-köpfigen, internationalen und hochkarätigen Jury gaben die Gewinner der einzelnen Kategorien bekannt. Es wurden die besten Projekte aus den Kategorien Mobility, Medtech, Design, Architecture, Material, FashionTech, Electronics, Digital sowie disziplinübergreifend Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Insgesamt wurden Preise mit einem Gesamtwert von über 150.000 Euro vergeben. Darunter Softwarelizenzen von Ntopology sowie 3D Printer von Ultimaker, Formlabs und Makerbot. Das Preisgeld in Höhe von 35.000 Euro stellte dabei das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.

Der Hauptpreisträger in 2022 ist das Team „Bellow Rail Brake“ der ETH Zürich und Inspire. Sie erhielten neben dem Preisgeld von 10.000 Euro und dem Formlabs Printer Form 3 die 3DPC Trophy. Die Gewinner in den weitereren Kategorien erhielten ein Preisgeld von jeweils 3.000 Euro.

Am Abend des 18. Mai wurden die Preisträger auf der Galaveranstaltung der Rapid.Tech 3D im kreativen Umfeld des Innovations Hub Kontor durch Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sowie Messegeschäftsführer Michael Kynast gewürdigt.

Quelle: Rapidtech

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