Innovative Komplettlösung  für die Direktinfusion: Nodopur-Anlage mit Inline-Entgasungsstation T-Evac

Innovative Komplettlösung für die Direktinfusion: Nodopur-Anlage mit Inline-Entgasungsstation T-Evac (Bild: Tartler Group)

Zu den Vorteilen der neuen Direktinfusionstechnik des Unternehmens gehört, dass sie dank einer präzisen Echtzeitkontrolle der infundierten Harzmengen, der anteiligen Materialgewichte und der Mischungsverhältnisse eine hohe Wiederholgenauigkeit erzielt. Zudem erlaubt das System den Einsatz schnellerer Härter ohne die Risiken unliebsamer Harzanhäufungen mit der Neigung zur exothermen Reaktion. Die exakte Temperaturregelung ermöglicht sehr kurze Infusionszeiten – was in der Verbundstofftechnik ein rasches Imprägnieren der Fasergewebe sicherstellt und somit die Prozesszeiten verringert.

Setzen einer Einlassöffnung: Hier erfolgt der Anschluss der Direktinfusionsanlage Nodopur/T-Evac.
Setzen einer Einlassöffnung: Hier erfolgt der Anschluss der Direktinfusionsanlage Nodopur/T-Evac. (Bild: Tartler Group)

Optimaler Infusionsdruck

Bei der neuen Lösung handelt es sich um eine druckkontrollierte Direktinfusion, bei der alle betriebsbedingten Druckschwankungen automatisch ausgeglichen werden. Dies gilt für sämtliche systemtypische Einflüsse – selbst jene, die sich aus den verschiedenen Druckwiderständen unterschiedlicher Schlauchlängen oder der Höhendifferenzen einer Form ergeben. Daraus resultiert eine zügige, sichere und materialoptimierte Harzförderung zum Formeinlass und es gewährleistet, dass auch in der Form stets der volle Vakuumwert anliegt. Die Tartler-Direktinfusion kann beispielsweise über den Einsatz schnellerer Härter die Aushärtezeit reduzieren und durch die intelligente Steuerung der Druckkompensation mit deutlich höherem Volumenstrom dosieren – bei gleichem Infusionsaufbau.

Geschlossen und mobil

Seine neue Lösung zur druckkompensierten Vakuuminfusion realisiert das Unternehmen in Gestalt einer komplett ausgestatteten Dosier-, Misch- und Applikationsmaschine vom Typ Nodopur. Mit ihren Tanks, Pumpen, Leitungen und dem Mischkopf bildet die per Touch-Screen bedienbare Anlage ein geschlossenes System, das weder Luft noch Feuchtigkeit in das Harz eindringen lässt. Dass sie – wie angedeutet – ohne externe Drucksensoren, Wägezellen und überwachungsbedürftige Harzbehälter auskommt, vereinfacht den Betrieb erheblich und reduziert sowohl die laufenden Kosten als auch den Aufwand für die Installation, die Wartung und die Überwachung. Zudem ist die Anlage mobil ausgeführt, was die Errichtung unflexibler Festinstallationen obsolet macht. Eine oder mehrere Nodopur VS AR VF Infusion können mit wenigen Handgriffen an wechselnde Produktionsbedingungen im Bootsbau, im Karosseriebau oder bei der Herstellung von Rotorblättern für die Windkrafttechnik angepasst werden.

Einsatz der Tartler-Direktinfusion in der Rotorblatt-Produktion.
Beispiel Windkrafttechnik: Einsatz der Tartler-Direktinfusion in der Rotorblatt-Produktion. (Bild: Tartler Group)

Nachhaltig und sparsam

Den nächsthöheren Optimierungsgrad erschließt das Unternehmen den Faserverbund-Technikern durch den Einsatz einer Vakuum-Entgasungsstation seiner Baureihe T-EVAC. Diese Stationen werden der Direktinfusion vorgeschaltet: Als Offline-Zentrale zur Versorgung mehrerer Dosier-/Mischanlagen oder als Inlinesystem, das direkt in eine Nodopur integriert ist. Vor der eigentlichen Verarbeitung befreien sie die Epoxyd- oder PU-Harze in einem hermetisch versiegelten Vakuumprozess von Luft und Feuchtigkeit und bringen sie auf die gewünschte Einsatztemperatur. So gelangt stets nur optimal konditioniertes Material in den Infusionsprozess, das über exzellente Eigenschaften für das Imprägnieren und Tränken der Fasergewebe verfügt und keine Verfahrensstörungen verursacht.

Die Offline-T-EVAC gibt es in zwei Varianten: Zum direkten Anschluss an die Dosier-/Mischanlage oder mit einem zusätzlichen Puffertank, der die Nachfüllzeiten erheblich verkürzt. Im Prozess steht dieser Tank zwischen Entgasungsstation und Nodopur VS AR VF Infusion zur sicheren temperierten Lagerung des entgasten Materials unter vollem Vakuum und der raschen Befüllung der Dosieranlagen. Bei der Inline-Lösung wird die T-EVAC zum Bestandteil der Dosier-/ Mischanlage. Systembefüllung und Materialentgasung erfolgen in einem Arbeitsschritt, wobei das Betanken der Maschine synchron zur Applikation erfolgen kann. Die Inline-T-EVAC erfordert weniger Personal und Stellplatz. Beim Betrieb von nur einer Dosier-/Mischanlage ist sie zudem kostengünstiger als die Offline-Variante.

Quelle: Tartler

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