Trockenlufttrockner arbeiten heute überwiegend mit Molekularsieben als Adsorbentien. Sie sind in der Lage, Moleküle auszusieben. Ihre selektive Adsorptions-Wirkung beruht darauf, dass nur solche Substanzen anhaften, deren Moleküle in ihre Poren eindringen können. Die Adsorbierbarkeit einer Substanz hängt also von der Porengröße des Siebes und der Größe oder der geometrischen Gestalt der Moleküle ab, die mit ihnen in Berührung kommen. Die Desorption der Moleküle, also die Regeneration des Molekularsiebs, erfolgt bei Temperaturen zwischen 200 und 300 °C. Entsprechend energieintensiv ist der Vorgang. Die Anzahl der erforderlichen Regenera­tionszyklen hängt von der Belastung durch den Feuchtegehalt des Granulates und von der zu erzielenden Taupunkt-Temperatur ab. Eine wirkungsvolle Maßnahme, um den Energie­einsatz zu begrenzen, ist bei den derzeitigen Systemen der Einsatz einer taupunktabhängigen Regeneration.

Energieeinsparungen erfordern neue Wege

Simar, Vaihingen/Enz, hat das derzeitige Verfahren der Regeneration analysiert. Ziel war es, eine Verfahrensweise zu entwickeln, die ein besseres Ausnutzen des Potenzials ausgewählter Molekularsiebe ermöglicht. Bei aktuellen Trocknungssystemen erfolgt die Regeneration trotz Energie-Sparschaltungen und anfallender Feuchtebeladung immer noch vier bis sieben Mal je achtstündiger Arbeitsschicht. Diese Regenerationshäufigkeit lässt sich durch das E-Dry-System in Verbindung mit der ECO-Funktion in der Luftführung, abhängig von der Feuchtebelastung, bis auf einen Regenerationszyklus je Schicht reduzieren. Im Zusammenspiel mit der Sensorik sorgt eine Steuerung für eine an die tatsächlichen Erfordernisse angepasste Regeneration und spart so Energie.

Zusammen mit einer bedarfsgerechten Regenerationsdauer ermöglicht diese Steuerung, unabhängig von klimatischen Schwankungen, gleichbleibende Trocken-Ergebnisse. Bei optimierten Bedingungen sorgt die verbesserte Molekularstruktur des Trockenmittels bei gleicher Menge für höhere Wasseraufnahmekapazitäten und führt zu einem erhöhten Massentransfer. Das führt zu kürzeren Regenerations­zeiten bei längeren Pausenzeiten und somit zu einer längeren Nutzungs­dauer des Trockenmittels. Gleichzeitig wirkt sich diese günstigere Molekularstruktur positiv auf den Energieverbrauch aus. Zudem lässt sich der Trocknungsprozess mithilfe des Stromverbrauchs-Protokolls mit der visualisierten Steuerung kontrollieren.

 

Fakuma 2014: Halle/Stand B3-3214

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Simar GmbH

Am Fuchsloch 7
71665 Vaihingen
Germany