Krones konstruierte den bislang kleinsten Füller seiner Unternehmensgeschichte, um Desinfektionsmittel in handhabbare Mengen abzufüllen. (Bildquelle: Krones)

Krones konstruierte den bislang kleinsten Füller seiner Unternehmensgeschichte, um Desinfektionsmittel in handhabbare Mengen abzufüllen. (Bildquelle: Krones)

Da ein manuelles Abfüllen zeitlichen wie personellen Aufwand bedeutet, konstruierte Krones den bislang kleinsten Füller der Unternehmensgeschichte. Mit diesem können  beispielsweise hauseigene Krankenhausapotheken nun Desinfektionsmittel-Nachschub schneller umfüllen und dabei Mitarbeiter sowie den Klinikbetrieb entlasten. Bis Anfang Mai hat Krones 400.000 Behälter mit Verschluss deutschlandweit Krankenhäusern, Polizei und Feuerwehren zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt. Eine zweite Charge von 500.000 Flaschen ist derzeit in Produktion.

Doch nicht nur Einrichtungen aus der Region, sondern auch das Bayerische Wirtschaftsministerium kam auf Krones zu und bat um Unterstützung. Hierfür wurde die Krones Tochtergesellschaft KIC Krones mit dem Abfüllen und Verpacken von Desinfektionsmitteln beauftragt. Das Tochterunternehmen arbeitet im Bereich der Lohnfertigung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln mit einem Farben- und Lackhersteller zusammen. „Da Desinfektionsmittel auf hochprozentigem Alkohol basiert, ist es als Gefahrgut klassifiziert. Bei Transport und Lagerung sowie beim Ab- und Umfüllen gelten deshalb besondere Sicherheitsmaßnahmen, mit denen KIC Krones als Verbrauchsgut-Experte des Konzerns jedoch bestens vertraut ist. Gerade in der aktuellen Situation profitierten wir von unserem breiten Netzwerk und Wissen um den Umgang mit Gefahrstoffen. Außerdem konnten wir die nötigen Kontakte herstellen, um die medizinischen Einrichtungen schnell und unbürokratisch zu unterstützen“, so Stephan Maschke, Geschäftsführer von KIC Krones.

Krones unterstützt aber nicht nur in Deutschland: Die österreichische Tochter Kosme produzierte PET-Flaschen für die lokale Feuerwehr, die US-amerikanische Tochter Krones für ein örtliches Kinderkrankenhaus. (jhn)