Delo hat seinen Hauptsitz im oberbayerischen Windach. (Bild: Delo)

Delo hat seinen Hauptsitz im oberbayerischen Windach. (Bild: Delo)

Rund ein Drittel seines Umsatzes erzielte Delo in Europa und Nordamerika. Je ein weiteres Drittel erwirtschaftete der Hersteller von Klebstoffen und anderen funktionalen Materialien in China und den übrigen Ländern Asiens. Dementsprechend war das Reich der Mitte der größte Einzelmarkt des Unternehmens, gefolgt von Deutschland mit einem Umsatzanteil von 18 Prozent und Singapur mit 14 Prozent. Die stärksten Zuwächse verzeichnet das Unternehmen außerhalb Chinas in Südkorea und europäischen Ländern wie Italien. Auf Branchenebene zeigten sich weiterhin die Unterhaltungs-, Automobil-, und Industrieelektronik als wichtigste Säulen.

„Wir haben im letzten Geschäftsjahr die nachlassende Weltkonjunktur gespürt. Bemerkenswert ist, dass wir trotz der weltweit massiven Coronaeinschränkungen und Produktionsstillstände das letzte Quartal unseres Geschäftsjahres über Plan beendet haben“, so Dr. Wolf Herold, Geschäftsführender Gesellschafter von Delo. „Das resultiert vor allem aus dem zunehmenden Lageraufbau unserer asiatischen Kunden, die sich von möglichen lokalen Einschränkungen unabhängig machen wollten.“

Das Unternehmen beschäftigt aktuell 800 Mitarbeiter, davon 710 am Hauptsitz in Windach bei München. Kürzlich hat das Unternehmen ein 4.800 m² großes Gebäude für das Entwickeln und Fertigen von Dosier- und Aushärtungsgeräten in Betrieb genommen und eine neue Produktionshalle mit einer Fläche von mehr als 8.000 m² übergeben.

Die Prognose für das aktuell laufende Geschäftsjahr ist zurückhaltend-optimistisch. „Wir sind bislang gut durch die Coronakrise gekommen und tun alles dafür, dass das so bleibt“, sagt Herold. „Wenn die Wirtschaft jetzt weltweit kontinuierlich wieder hochfährt und es nicht zu erneuten Shutdowns kommt, könnte am Ende dieses Geschäftsjahres durchaus ein Umsatzplus stehen.“ (jhn)