Alexandra Knauer wurde für ihr Engagement von Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmeier ausgezeichnet. (Bildquelle: Knauer/Florian Bolk)

Alexandra Knauer wurde für ihr Engagement von Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmeier ausgezeichnet. (Bildquelle: Knauer/Florian Bolk)

Frauen an der Spitze von Unternehmen sind auch heute immer noch in der Minderheit. Im Durchschnitt wird in Deutschland nur etwa jedes dritte Unternehmen von einer Frau geleitet – in techniknahen Branchen liegt die Zahl noch deutlich darunter. Aus Sicht der Initiative „Frauen unternehmen“ fehlt es Frauen vor allem an sichtbaren Vorbildern. Frauen in einer Führungsrolle nicht als Ausnahme wahrzunehmen und persönlich kennenzulernen ist daher ebenso wichtig wie die Weitergabe von Erfahrungen und das Abbauen von Bedenken.

 

Von Frauen für Frauen

Alexandra Knauer gehört nun zu den bundesweit etwa 200 erfahrenen Unternehmerinnen, die ehrenamtlich für die Initiative über ihr Arbeitsleben, ihre Motivation und die Herausforderungen, ein Unternehmen zu leiten, berichten. Dies findet im Rahmen von Veranstaltungen oder Besuchen statt, die sich bevorzugt aber nicht ausschließlich an junge Frauen in der Ausbildungsphase richten.

BMWi-Siegel der Initiative "Frauen unternehmen". Bildquelle: BMWi)

BMWi-Siegel der Initiative „Frauen unternehmen“. Bildquelle: BMWi)

Die Berliner Unternehmerin hat das Unternehmen Knauer vor 20 Jahren von ihren Eltern übernommen. Der Betrieb in einem von großen internationalen Mitbewerbern dominierten Markt konnte bis heute ein Wachstum auf fast die doppelte Größe verzeichnen.

„Ich freue mich sehr, dass ich von der Jury ausgewählt wurde. Ich werde meine Erfahrungen gerne auch im Rahmen der „Frauen unternehmen“-Veranstaltungen weitergeben und hoffe, dass uns die Corona-Krise darin nicht mehr lange einschränken wird. Ich kann mir auch digitale Formate vorstellen, mit denen wir als Firma auch gute Erfahrungen machen“, so die Geschäftsführerin.

Langjähriges Engagement

Alexandra Knauer engagiert sich schon seit vielen Jahren für die Förderung von Frauen in typischen Männerberufen, in Führungsrollen und als Unternehmerinnen, so beispielsweise im bezirklichen Unternehmerinnen-Netzwerk „Connecting Women“ in Berlin. Auch die Ausrichtung des jährlich stattfindenden „Girls‘ Day“ in ihrer Firma gehört für sie dazu, um jungen Mädchen früh Einblicke in ihr Technologieunternehmen zu gewähren, in dem auch viele Frauen arbeiten.

Das Familienunternehmen Knauer Wissenschaftliche Geräte entwickelt seit fast 58 Jahren HighTech-Messgeräte für Forschung und Wissenschaft. Mit den Systemen für Chromatografie, genauer gesagt Flüssigkeitschromatografie (HPLC), werden beispielsweise Lebensmittel oder Umweltproben auf Inhaltsstoffe und Verunreinigungen untersucht aber auch Medikamente oder Impfstoffe. Die Geräte kommen auch in der SARS-CoV-2 Forschung zum Einsatz. Frau Knauer legt großen Wert auf unternehmerische Verantwortung sowohl gegenüber den Beschäftigten als auch gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Das Thema „Corporate Social Responsibility“ wird in ihrem Unternehmen daher seit vielen Jahren praktisch gelebt. (sf)