Die Führungskräfte bei Kiefel, v.l.n.r.: Stefan Moll (CTO), Thomas J. Halletz (CEO), Peter Eisl (CFO). (Bildquelle: Kiefel)

Die Geschäftsfühung bei Kiefel, v.l.n.r.: Stefan Moll (CTO), Thomas J. Halletz (CEO), Peter Eisl (CFO). (Bildquelle: Kiefel)

In der aktuellen Situation der Coronapandemie dient die Verpackung nicht nur der Haltbarkeit, sondern auch der Hygiene. Die Neubewertung der globalen medizinischen Grundversorgung nach der Coronapandemie, als auch der Trend einer steigenden und alternden Bevölkerung verdeutlichen die Relevanz einer guten Patientenversorgung. Die medizinische Grundversorgung sei heute wichtiger denn je und biete Kiefel nach eigenen Angaben zusätzliche Möglichkeiten. Neue alternative Behandlungsmethoden beispielsweise in der Krebstherapie, bei Autoimmunerkrankungen oder auch in der Blutplasma Medikamentierung sind durch die Anlagentechnik des Unternehmens möglich.

Verpackungen von Lebensmittel befinden sich in der Diskussion zwischen Nachhaltigkeit und der Notwendigkeit zur Versorgung der Bevölkerung. In der aktuellen Situation der Coronapandemie dient die Verpackung nicht nur der Haltbarkeit, sondern auch der Hygiene – dadurch ist Verpackung systemrelevant. Gleichzeitig sollen „Reduce–Reuse–Recycle“ keine Schlagworte bleiben, sondern mit Leben erfüllt werden. Hier hat sich Kiefel nach eigenen Angaben zukunftsweisend aufgestellt und seine Materialverarbeitungskompetenz ausgeweitet. Als Technologiepartner in den verschiedenen Bereichen der Kunststoff- und Verpackungsindustrie unterstützt das Unternehmen mit Sitz in Freilassing seine Anwender bei der Entwicklung von nachhaltigen Materialien und Produkten.

Hierbei fokussiert sich Kiefel auf drei Säulen für nachhaltige Lösungen:

  • Wirtschaftliche Lösungen basierend auf Kunststoff-Recycling
  • Verwendung von biobasierten und kompostierbaren Kunststoffen
  • Verarbeitung von Materialien aus Zellstoff

Kiefel kooperiert hierzu unter anderem mit den Frauenhofer-Instituten in München und Leipzig. Anwender unterstützt das Unternehmen gezielt mit Ansätzen bezüglich der Kreislaufwirtschaft. Im Rahmen des unternehmenseigenen „Rethinking Konzept“ wird gemeinsam erörtert, wie sich ein Produkt und das damit verbundene Material neu gestalten lässt. Dies erfolgt hinsichtlich des Produktdesigns und der -funktionalität, dem Material und dessen Zusammensetzung. Letztlich geht es auch darum, wie Maschinen und Werkzeuge den Produktionsprozess besser begleiten können.

Service und Digitalisierung im Einklang

Durch die Zielsetzung, Anwender verstärkt regional zu betreuen, hat das Unternehmen seinen globale Service vor Ort in den letzten Jahren ausgebaut. Mit der Präsenzerweiterung sind die Servicetechniker nah an den Anwendern: in der gleichen Zeitzone, im gleichen Kulturkreis und mit gleicher Sprache. Um auch in Zukunft während Zeiten von extremer Reisebeschränkungen Betreuung zu bieten, plant Kiefel das Thema Digitalisierung besonders im Bereich Service schneller voranzutrieben.

Viele Angebote wie das Abnehmen von Maschinen aus der Ferne durch digitale remote Angebote sind bereits möglich. Weitere Angebote aus dem digitalen Bereich in Bezug auf Daten-Monitoring und Maschinen-Maintaining sind in der Testphase. (jhn)