Von der Schließung des Standorts und der Auflösung des Unternehmens Wirthwein Eichenholz sind rund 85 Mitarbeiter betroffen. (Bildquelle: Wirthwein)

Von der Schließung des Standorts und der Auflösung des Unternehmens Wirthwein Eichenholz sind rund 85 Mitarbeiter betroffen. (Bildquelle: Wirthwein)

Das Unternehmen Wirthwein Eichenzell wurde 2012 im Zuge der Übernahme von Assets der Thermoplast Technik Deutschland durch die Wirthwein AG gegründet und fertigt unter anderem Kunststoffteile für die Automobilindustrie. Im Laufe des vergangenen Jahres, so heißt es jetzt in der Pressemitteilung, zeichnete sich eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums und dadurch ein Abflauen der deutschen Konjunktur ab. In vielen Bereichen wurden rückläufige Auftragseingänge verzeichnet. So konnten auch bei Wirthwein Eichenzell die Umsatz-, Kosten- und damit die Ertragsziele für die Jahre 2018 und 2019 nicht erreicht werden. Produktionsverlagerungen der Kunden in Richtung Osteuropa und die zunehmende Globalisierung setzen das Unternehmen zusätzlich unter Druck.

In den vergangenen Wochen hat sich der Mitteilung zufolge die Situation, unter anderem durch die Ausbreitung von SARS-CoV-2 (Corona-Virus), nochmals verschärft, sodass es zusätzlich zu einem starken Umsatzeinbruch gekommen ist. Aus all diesen Gründen wurden bereits in den letzten Monaten Kostensenkungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Einführung von Kurzarbeit, umgesetzt.

Keine Verbesserung in Sicht

Trotz der unternommenen Anstrengungen und eingeleiteten Maßnahmen sei eine Verbesserung der seit längerer Zeit schlechten Auftrags- und Ertragslage nicht in Sicht, teilte das Unternehmen weiter mit. Die aktuellen Planzahlen für die kommenden Jahre bestätigten diesen negativen Trend zusätzlich. „Aufgrund dieser negativen Zukunftsprognose ist die Situation wirtschaftlich nicht länger tragbar“, heißt es weiter. Deshalb hätten die drei Geschäftsführer der Wirthwein Eichenzell nach intensiven Überlegungen entschieden, den Standort mit Wirkung zum 31.12.2020 zu schließen und die Gesellschaft aufzulösen. „Wir bedauern es außerordentlich, in der aktuell angespannten Situation diesen Schritt gehen zu müssen“, kommentieren die Geschäftsführer Frank Wirthwein, Marcus Wirthwein und Rainer Zepke die Entscheidung. Die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter wurden im Rahmen einer Betriebsversammlung informiert.