Die BASF verzichtet für die Laufzeit der Vereinbarung weiterhin auf betriebsbedingte Kündigungen. Die Vereinbarung sieht zudem vor, bis 2025 durchschnittlich mindestens 1,5 Milliarden Euro jährlich für Investitionen, Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen am Standort Ludwigshafen aufzuwenden.

Sinischa Horvat, Vorsitzender des Betriebsrats der BASF SE; Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF SE und Standortleiter Ludwigshafen (Bildquelle: BASF)

v.l.n.r.: Sinischa Horvat, Vorsitzender des Betriebsrats der BASF SE, und Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF SE und Standortleiter Ludwigshafen bei der Unterzeichnung der neuen Standortvereinbarung. (Bildquelle: BASF)

„Wir stehen vor einer ganzen Reihe von Umbrüchen. Treiber sind der demografische Wandel, die begrenzten natürlichen Ressourcen und die Digitalisierung. Die Rahmenbedingungen unseres unternehmerischen Handelns verändern sich immer schneller“, sagt Michael Heinz, Mitglied des Vorstands und Standortleiter. „Damit der Standort Ludwigshafen in einem sich schnell verändernden Geschäftsumfeld auch zukünftig erfolgreich ist, müssen wir agiler und flexibler werden. Dies steht im Einklang mit unserer neuen Unternehmensstrategie. Mit der neuen Standortvereinbarung unterstützen wir den hierzu notwendigen Kulturwandel und schaffen zugleich verlässliche Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeiter. Ich bin überzeugt, dass sie uns helfen wird, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Standorts Ludwigshafens langfristig zu sichern.“

Mit der neuen Standortvereinbarung bekennen sich Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen zur Rolle Ludwigshafens innerhalb des Konzerns. Der Standort soll Vorbild und Vorreiter für die gesamte Gruppe sein bei der Bewältigung zentraler Herausforderungen. Um auch künftig im Wettbewerb erfolgreich zu sein, wurden folgende Themenfelder definiert:

  • Steigerung der Arbeits- und Anlagensicherheit
  • ressourcenschonende und emissionsarme Produktion im Verbund
  • Ausweitung der Digitalisierung in Produktion, Verwaltung und bei Geschäftsprozessen
  • kunftsfähige Mobilitätslösungen im Güter- und Personenverkehr
  • weitere Stärkung Ludwigshafens als wichtige Drehscheibe für den BASF-Forschungsverbund
  • kontinuierliche Optimierung von Strukturen und Prozessen hin zu einer agileren Organisation.

„Seit Ende der Neunziger Jahre verfolgen wir mit den Standortvereinbarungen zwei wesentliche Ziele: Erstens, eine verlässliche und belastbare Entwicklungsperspektive mit Investitionen für den Standort Ludwigshafen aufzuzeigen. Zweitens, Schutzmechanismen für die Mitarbeiter festzuschreiben. Das haben wir auch für die Vereinbarung 2025 wieder erreicht“, sagt Sinischa Horvat, Vorsitzender des Betriebsrats. „Gerade angesichts der derzeitigen Krisensituation ist der vorzeitige Abschluss der Standortvereinbarung 2025 ein starkes, positives Signal an die Belegschaft und für die Region.“

Moderne Arbeitsformen

Mit der neuen Standortvereinbarung bekennt sich das Unternehmen weiterhin zum Forschungsstandort Ludwigshafen. Auch wenn das Unternehmen Forschungsaktivitäten seit Jahren stärker globalisiert und an den Wachstumsmärkten ausrichtet, so bleibt Ludwigshafen weiterhin der wichtigste Forschungs- und Entwicklungsstandort der Gruppe. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt der Standortvereinbarung bildet das gemeinsame Bekenntnis zur eigenen Ausbildung. Sie ist das Schlüsselelement, um langfristig den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu sichern.

Mehr Verkehrsangebote für Mitarbeiter

Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter haben sich in der neuen Standortvereinbarung zudem darauf verständigt, bestehende Verkehrsangebote für Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Hier kommt dem öffentlichen Personennahverkehr eine Schlüsselrolle zu. Im dritten Quartal 2020 will das Unternehmen seinen Mitarbeitern am Standort Ludwigshafen ein vergünstigtes und bezuschusstes neues Jobticket des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar anbieten.