Beispiel einer mehrkomponentigen Atemschutzmaske (Bildquelle: Actega)

Beispiel einer mehrkomponentigen Atemschutzmaske (Bildquelle: Actega)

Atemmasken sind überall dort unerlässlich, wo Menschen beim Arbeiten mit Luftschadstoffen in Kontakt kommen. Die Anwendungsbeispiele sind vielfältig und reichen von A wie Aceton bis Z wie Zinkchlorid. Seine besondere Brisanz erhält das Thema Atemmasken aktuell aber durch die Medizintechnik, wo die Coronakrise zu einer Knappheit führte und schnelles Handeln erforderlich. Je nach Bedarf gibt es drei Typen von Atemschutzmasken:

Partikelfiltrierende Halbmasken (Filtering Face Piece = FFP, Staubmasken) filtern Partikel wie Staub und Aerosol aus der Umgebungsluft. Diese Art von Atemschutz gibt es in den drei Schutzstufen FFP1, FFP2 und FFP3. Je höher die Schutzstufe ist, desto besser ist die Leistung des Filters. Diese Atemschutzmasken filtern auch kleinste Partikel und Tröpfchen zuverlässig aus der Luft. Masken mit Ausatemventil bieten höheren Tragekomfort. Masken ohne Ausatemventil verhindern zusätzlich, dass der Maskenträger sein Umfeld mit ausgeatmeten Tröpfchen kontaminiert. Die von Actega DS hergestellten TPE Compounds Provamed 3150, 3160 und 3170 TL sind sehr Alternativen für die Herstellung der Ventile und umlaufenden Dichtlippen von FFP Masken. Diese transluzenten TPE Compounds zeichnen sich durch besondere Hautverträglichkeit, gute Abdichtung und Flexibilität bei gleichzeitiger Medienresistenz aus.

Halbmasken bedecken Mund und Nase und sind in vielen Bereichen ausreichend. Sie lassen sich, je nach Produkttyp, mit verschiedenen Partikel- und Gasfiltern kombinieren. Dadurch ist diese Art von Atemschutz sehr vielseitig einsetzbar. Vor welchen Schadstoffen eine Maske schützt, hängt von dem eingesetzten Filter ab.

Vollmasken bedecken das ganze Gesicht, haben eine Sichtscheibe und schützen somit nicht nur die Atmung, sondern auch die Augen. Wie Halbmasken lassen sie sich mit Filtern gegen Partikel und Gase kombinieren. Diese Art von Atemschutz darf auch bei besonders hohen Schadstoffkonzentrationen eingesetzt werden. Vollmasken werden oft in Kombination mit Schutzanzügen eingesetzt, zum Beispiel, wenn die Schadstoffe auch über die Haut aufgenommen werden.

Bei der Herstellung der Masken, oft im 2K-Verfahren, ist eine besondere Haftung der Hartkomponente (häufig aus PP) mit der weichelastischen aus TPE erforderlich. Eine Haftung die die haftungsverstärkten TPE von Actega DS gewährleisten können.

Masken, kombiniert mit Schläuchen

In der Akutversorgung werden Masken mit Anschlusskonnektoren und Beatmungsschläuchen eingesetzt. Hier muss der oft aus PVC gefertigte Schlauch fest mit der Maske verklebt werden. Provamed 1345 TP und Provamed 1360 TP haben das Potenzial, mit den gängigen Lösemitteln MEK und THF auf PVC verklebt zu werden. Zudem zeichnen sich diese TPE durch eine ausgewogene Flexibilität, Knickbeständigkeit und Steifigkeit aus. Sie sind ohne Beeinträchtigung der Materialeigenschaften mit Gamma oder EtO sterilisierbar und weisen eine perfekte Haftung, insbesondere auf Polystyrol, ABS und PVC auf. Eigenschaften, die auch generell in Bereich der medizinischen Schlauchsysteme von Wichtigkeit sind. Entsprechend feinfühlig wird hier die Werkstoffrezeptur komponiert.

Hohe Ansprüche an Schläuche

Die Schläuche müssen fest mit der Maske verbunden sein. (Bildquelle: Actega)

Die Schläuche müssen fest mit der Maske verbunden sein. (Bildquelle: Actega)

Einlumige Schläuche (mit nur einem Kanal) und Monolayer-Schläuche werden zum Beispiel für den Transport von Flüssigkeiten und Medikamenten in der Infusion, in der enteralen und parenteralen Ernährung sowie in der Urologie und Endoskopie eingesetzt. Multilumenschläuche (mit mehreren Kanälen) kommen in der Akutdialyse, als zentralvenöse Katheter, in der Urologie sowie als Liquordrainage zum Einsatz. Anwendungsgebiete für Schläuche im Multilayeraufbau können beispielsweise Infusionsleitungen und Füllschläuche für Beutelsysteme, Druckleitungen für die Angiographie oder hochflexible Arbeitskanäle mit niedrigen Gleitreibungskoeffizienten in der Endoskopie sein. Und schließlich werden Schläuche mit Armierung als Respirationsschläuche genutzt. Grundsätzlich sind folgende Anforderungen zu erfüllen: Wechselwirkungen zwischen Schlauchmaterial und pharmazeutischen oder körpereigenen Stoffen sind zu vermeiden. Es darf keine Interaktion mit dem Kunststoff geben, die Medikamentenabsorption ist zu verhindern, und das Material muss in jeder Beziehung medienbeständig sein. Weitere wichtige Aspekte sind die Biokompatibilität des Materials nach ISO 10993, die Sterilisationsfähigkeit in den gängigen Verfahren, Transparenz sowie die Knickbeständigkeit. Diese Eigenschaftsprofile werden von den genannten TPE-Materialien konsequent erfüllt.