Bei der Fakuma 2020 können sich die Besucher über die Umsetzung der digitalen Transformation informieren. (Bildquelle: P.E. Schall)

Bei der Fakuma 2020 können sich die Besucher über die Umsetzung der digitalen Transformation informieren. (Bildquelle: P.E. Schall)

Die Fakuma als Branchen- und Technologiebarometer beim Thema Spritzgießen ist erster Anlaufpunkt, wenn es um Neuheiten rund um Material, Maschine, Peripherie, Prozesse und Simulation geht. Besucher erhalten einen umfassenden Überblick über sämtliche Kunststofftechnologien: Spritzgießen, Extrusionstechnik, Thermoformen und 3D-Printing. Als Arbeitsmesse für gestandene Praktiker orientiert sich die Veranstaltung konsequent an der Prozesskette der Kunststoffverarbeitung. Hier können Aussteller und Fachbesucher direkt auf Augenhöhe miteinander konkrete Projekte diskutieren.

International und vernetzt

Die Fachmesse belegt im modernen Messezentrum am Bodensee alle verfügbaren Hallenflächen. 2018 waren 1.933 Aussteller aus 40 Nationen sowie fast 48.000 Fachbesucher aus 126 Ländern an den Bodensee gekommen. Die weltweit führende Fachveranstaltung in Sachen Spritzgießen wird 2020 noch internationaler, kündigt der Messeveranstalter P. E. Schall an. Alle führenden Unternehmen der industriellen Kunststoffverarbeitung werden sich hier zum fachlichen Austausch treffen.

Digitalisierung, Vernetzung, weiterführende Prozessintegration und Systemlösungen bei Anlagen und Peripherie sind auch bei den Kunststoffverarbeitungsmaschinen angekommen; vieles, was bisher hinsichtlich digitaler Transformation noch Plan, Vision und Theorie gewesen ist, wird zunehmend Fakt und in Friedrichshafen in der Umsetzung zu erleben sein.

Entsorgungskonzept der Messe wird kontinuierlich verbessert

Auch das Entsorgungskonzept der Messe geht permanent Richtung Zukunft. „Wir entwickeln unser Entsorgungskonzept kontinuierlich weiter, um eine höchstmögliche Recyclingquote zu erreichen“, sagt Gebhard Witt, Leiter Logistik & Service der Messe Friedrichshafen. Der Fokus liegt vor allem auf dem Recycling der anfallenden Granulate und Spritzgussteile. „Bei der vergangenen Fakuma konnten wir hier eine Recyclingquote von über 90 Prozent erreichen“, so Witt. Da bei der Erfassung der Messeabfälle vor Ort bestmöglich vorfraktioniert wird, können die Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes problemlos erfüllt werden. Außerdem prüft die Messe Friedrichshafen fortwährend Nachhaltigkeitspotenziale zum Beispiel durch Überwachung und Steuerung beim Wasser- und Energieverbrauch.

Kreislaufwirtschaft wichtiges Thema

Die Messe behandelt selbstverständlich auch Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Die Klimaproblematik, heikle Plastikmüllsituationen und das negative Image des Kunststoffs befördern die Notwendigkeit, sparsame und schonende Produktionsverfahren zu realisieren und eine wirkungsvolle Kreislaufwirtschaft weithin umzusetzen. Nur durch höhere Recyclingquoten und eine Effizienzverbesserung der Abfallwirtschaft lässt sich die Plastikmüllproblematik global meistern. Hier ist sachliche Aufklärung und eine differenzierte Diskussion mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette erforderlich. (sf)