Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender der BASF. (Bildquelle: BASF)

Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender der BASF. (Bildquelle: BASF)

Die erste Maskenlieferung aus China trifft voraussichtlich Anfang nächster Woche am Flughafen Frankfurt ein. Dort werden sie an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer übergeben. „Eine Notsituation wie diese können wir nur alle gemeinsam bewältigen“, so BASF Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller. „Wir nutzen deshalb unsere Einkaufsnetzwerke und unsere Logistik in China, um zu helfen.“ BASF kommt für die Kosten des Einkaufs und des Transports der Masken auf. Die Verteilung der Masken erfolgt über das Bundesministerium für Gesundheit und in Rheinland-Pfalz durch das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung.

Die Maskenspende ist eine von verschiedenen Initiativen der BASF-Hilfsaktion „Helping Hands“. Insgesamt engagiert sich der Chemiekonzern weltweit mit einer Summe von etwa 100 Mio. EUR in der Pandemiebekämpfung.

Produktionskapazitäten geschaffen

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Produktion von Handdesinfektionsmitteln. Das Unternehmen hat hierfür an Standorten wie Ludwigshafen, Düsseldorf und Münster-Hiltrup in kurzer Zeit neue Kapazitäten geschaffen und kann mit den erworbenen Rohstoffen bis zu 1 Mio. Liter produzieren. Rund 150.000 Liter wurden bereits in der Metropolregion Rhein-Neckar und von anderen BASF-Standorten an Kliniken und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens (Ärzte, Pflegeheime) kostenlos verteilt.

Deutschlandweit werden nun auch Desinfektionsmittel über den digitalen Marktplatz des Verbands der Chemischen Industrie (Notversorgung Desinfektionsmittel) kostenlos vermittelt. Auch in Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, der Türkei und den USA hat der Konzern die Produktion von Desinfektionsmitteln aufgenommen, um sie für das Bekämpfen des Virus zu spenden.

Weltweit stellt BASF derzeit pro Woche rund 175.000 Liter Desinfektionsmittel kostenfrei zur Verfügung. Dank gelte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie den Behörden, die unbürokratisch notwendige Sondergenehmigungen erteilt haben. Dabei wurden auch neue Rohstoffe wie Bioethanol für die Produktion von Desinfektionsmitteln freigegeben. Zuvor hat der Konzern keine Desinfektionsmittel hergestellt, aber einige Rohstoffe dafür verkauft. (sf)