CEO Dr. Andres Bastin (Bildquelle: Masterflex Group)

Dr. Andres Bastin, CEO der Masterflex Group sieht sein Unternehmen gut aufgestellt: Umsätze in der Medizintechnik kompensieren Rückgänge in Luftfahrt und Maschinenbau. Bildquelle: Masterflex Group)

„Die Masterflex Group konnte mit einem durchaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2019 die Basis dafür legen, 2020 negative Effekte aus der Corona-Krise wenigstens abzufedern und die mittelfristige Perspektive für unsere Unternehmensgruppe weiterhin positiv zu gestalten“, sagte Dr. Andres Bastin, CEO der Masterflex Group. „Der deutliche Ausbau unserer Umsätze in Industriebereichen wie der Medizintechnik kompensiert Rückgänge in anderen Industrien wie Luftfahrt und Maschinenbau.“

Der Konzernjahresüberschuss lag im vergangenen Jahr bei 2,5 Mio. EUR, nach 3,4 Mio. EUR im Jahr zuvor. Das Eigenkapital erhöhte sich von 40,2 Mio. EUR auf 42,0 Mio. EUR. Die rechnerische Eigenkapitalquote verringerte sich insbesondere aufgrund der Bilanzverlängerung, die aus der erstmaligen Bilanzierung nach IFRS 16 folgte, von 53,5 auf 51,5 Prozent. Der operative Cashflow konnte 2019 von 4,7 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR gesteigert werden.

Prognose 2020 nicht möglich

Für das laufende Geschäftsjahr ist eine konkrete Wachstums- und Finanzprognose aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht möglich. Derzeit erscheint dem Vorstand eine Prognose nur soweit möglich, dass aufgrund der Corona-Thematik einerseits ein deutlicher Rückgang von Umsatz und Ebit ein realistisches Szenario darstellt, falls die Ausbreitung mit starken Auswirkungen auf die Weltwirtschaft längere Zeit nicht gestoppt werden kann und es auch zu Produktionsunterbrechungen kommen sollte. In diesem Fall sei nach Angaben des Unternehms auch mit einem zweistelligen Umsatzminus und einem entsprechenden Ebit-Rückgang zu rechnen.

Andererseits könne in einem Szenario, in dem die Ausbreitung des Virus zügig unter Kontrolle gebracht wird und sich die Folgen für die Wirtschaft in Grenzen halten, eine gleichbleibende Umsatzentwicklung oder – im Falle von Nachholeffekten – sogar ein leichtes Umsatzwachstum als möglich erachtet werden. Die derzeitigen Entwicklungen in China und Asien zeigen, dass auch solch ein Szenario denkbar ist.

Sobald sich die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie besser abschätzen lassen, plant die Unternehmensgruppe eine konkrete Prognose 2020 zu veröffentlichen. Nichtsdestotrotz erwartet Masterflex, dass sich der mittelfristige Wachstumspfad auf Sicht von drei Jahren fortsetzen wird. Es bleibt das Ziel, ab 2022 wieder dauerhaft eine zweistellige Ebit-Marge zu erreichen.

Dividende von 0,07 EUR pro Aktie

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 23. Juni 2020 vor, aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2019 der Masterflex SE in Höhe von 10,6 Mio. EUR einen Betrag in Höhe von 0,7 Mio. EUR an die Aktionäre als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 9,9 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Dies entspricht einer Dividende von 0,07 EUR pro Aktie. (jhn)