Der Gewinner des Innovation Award "Best Co2 Utilisation 2020" steht fest. (Bildquelle: Covestro)

Der Gewinner des Innovation Award „Best Co2 Utilisation 2020“ steht fest. (Bildquelle: Covestro)

Aufgrund der aktuellen Krise hat sich das Nova-Institut entschlossen, ein neues Format für seine Veranstaltungen zu nutzen: Der „1st European Summit on CO2-based Aviation Fuels“ in Zusammenarbeit mit der International Association for Sustainable Aviation (IASA) und die „8th Conference on Carbon Dioxide as Feedstock for Fuels, Chemistry and Polymers“ fanden als dreitägige Online-Konferenz statt. Der Teilnehmer behandelten aktuelle Themen zu erneuerbarem Kohlenstoff und erneuerbaren Energien, Kohlenstoffabscheidung, Elektrochemie, Wasserstoffproduktion, CO2 für Chemikalien, Kerosin und Kraftstoffe sowie Polymere. 170 Gäste aus der ganzen Welt folgten den 50 Referenten online, die ihre Technologien und Strategien sowie aktuelle Erfolge in Wissenschaft, Industrie und Politik vorstellten.

Preisverleihung online

Ein Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung des Innovationspreises Best CO2 Utilisation. Aus 13 Bewerbungen galt es, sechs Technologien und Produkte aus vier verschiedenen Ländern auszuwählen. Nach kurzen Präsentationen aller Nominierten wählten die Konferenzteilnehmer die drei Gewinner online.

Der Innovationspreis ging an das Unternehmen Air, USA, für ihren Air Vodka aus CO2 und erneuerbarer Energie. Der zweite Preisträger ist Electrochaea, Deutschland, das seine Power-to-Gas-Technologie mit biologischer Methanisierung als Energiespeicherlösung für den Netzbetrieb vorstellte. Den dritten Platz belegt Climeworks, Deutschland/Schweiz, mit ihrer Direct Air Capture-Technologie.

„Das Siegerprodukt, ein Wodka aus CO2 und erneuerbarer Energie, wird das Klima nicht retten können. Aber Ethanol aus CO2 und erneuerbarer Energie hat einen deutlich geringeren Carbon-, Land- und Wasser-Fußabdruck als Ethanol aus Biomasse“, sagte Physiker Michael Carus, Gründer und Geschäftsführer des Nova-Institutes. „Die Konferenz hat eindrucksvoll gezeigt, dass in nur wenigen Jahren große Mengen an Kerosin, Kraftstoffen und Plattformchemikalien und Polymeren aus CO2 und Sonnen-, Wind- oder Wasserkraft – statt aus fossilen Brennstoffen – hergestellt werden können.“

Die “9th Conference on Carbon Dioxide as Feedstock for Fuels, Chemistry and Polymers” findet vom 22. bis 24. März 2021 in Köln statt. (jhn)