"Wir brauchen weitere Hersteller, die benötigte Geräte und Ausrüstungen ins Gesundheitssystem liefern können“, betont Dr. Martin Leonhard, Vorsitzender Medizintechnik bei Spectaris. (Bildquelle: Spectaris)

„Wir brauchen weitere Hersteller, die benötigte Geräte und Ausrüstungen ins Gesundheitssystem liefern können“, betont Dr. Martin Leonhard, Vorsitzender Medizintechnik bei Spectaris. (Bildquelle: Spectaris)

Eine wachsende Zahl von Unternehmen bietet der kritischen Medizintechnikindustrie außerdem ihre Produktions- und Personalkapazitäten an. Für diese Offerten hat Spectaris auf seiner Internetseite eine Matchmaking-Plattform installiert. Hier werden die zu einem großen Teil branchenfremden Unternehmen aufgelistet, die sich auf die Abfrage gemeldet und ihre Unterstützung bei der Produktion von Medizintechnik angeboten haben. „Die Unterstützung von Unternehmen außerhalb der Medizintechnik ist ein großes Zeichen der Solidarität in unserem Land. Um die Solidarität auch umzusetzen, versteht sich der Verband als Brückenbauer zwischen den Industriezweigen“, erklärt Dr. Martin Leonhard, Vorsitzender Medizintechnik bei Spectaris.

Lieferketten aufrecht erhalten

Um die Lieferketten nicht zu gefährden, plädiert der Verband für eine Beschleunigung des innereuropäischen Warenverkehrs. „Güter von besonderer Krisenbedeutung benötigen eine bevorzugte Abfertigung“, so Leonhard. Dies betrifft neben den Zollkontrollen auch das Bevorzugen beim Abfertigen an den Grenzübergängen. „Hier denken wir an die Unterstützung der Polizei, die den Verkehr entsprechend lenken könnte“, so Leonhard. Auch eine Vignette, die die Lkws kennzeichnet, könnte eine Lösung sein. Außerdem sollte die Politik Vorkehrungen treffen, falls allgemeine Betriebsschließungen behördlich angeordnet werden. (sf)