Querschnitt einer Mehrlagenfolie (Fraunhofer IMWS)

Querschnitt einer Mehrlagenfolie (Fraunhofer IMWS)

Entwickelt werden soll eine Mehrlagenfolie aus Biopolymeren, die eine effiziente Barrierewirkung und trotzdem eine hohe mechanische Stabilität, hinreichende Transparenz und weitere relevante Eigenschaften aufweist. Die Barriereeigenschaften der neuartigen Folien sollen dabei durch geeignete Biopolymerkombinationen und/oder die Einarbeitung von plättchenförmigen Füllstoffen erreicht werden. Zudem soll die Folienoberfläche mit antimikrobiellen Eigenschaften ausgestattet werden. Dies soll durch eine Modifizierung mittels Chitosan oder Chitosan-Derivaten erfolgen, die in mehreren Aufarbeitungsschritten aus Chitin hergestellt werden. Der Naturstoff wird aus den Schalen von Krustentieren gewonnen. Der natürliche Rohstoff besitzt neben einer antibakteriellen Wirkung eine sehr gute Biokompatibilität, ist bioabbaubar, nicht toxisch und hat eine natürliche Barrierewirkung. Das Material soll in die Außenschicht der Verpackungsfolie eingetragen, als netzartiges Vlies aufkaschiert oder als nasschemische Beschichtung auf die Folie aufgebracht werden. Ein neues, industrielles Verfahren soll die Herstellung der Biopolymer-Verpackungsfolie in großen Mengen ermöglichen.