Durch die hohe Zeitreduktion bei der Herstellung kann viel früher getestet werden, ob sich ein Objekt tatsächlich so spritzgießen lässt wie vorgesehen. Auch eine Funktionsprüfung, ein früher Testlauf mit serienähnlichen Mustern, ist durch den 3D-Druck schnell möglich. (Bildquelle: shotput/pixabay.com)

Der Bedarf an 3D-Druck in der Insuatrie ist hoch. (Bildquelle: shotput/pixabay.com)

Unter den 44 Teilnehmern aus Deutschland und Belgien waren führende Anbieter von Druckmaterialien für den sogenannten Fused Deposition Modeling-Druck (FDM). „Die Veranstaltung war hochkarätig besetzt, worauf wir sehr stolz sind“, bilanziert TITK-Direktor Benjamin Redlingshöfer.

FDM bezeichnet ein Fertigungsverfahren des 3D-Drucks, mit dem ein Werkstück schichtweise aus einem schmelzfähigen Kunststoff aufgebaut wird. Der Workshop erörterte den aktuellsten Stand dieser Technologie. Teilnehmer erfuhren, welche mechanischen und thermischen Werte gedruckte Bauteile aktuell erreichen und in welchen Anwendungen sie sich lohnen. Außerdem hörten sie, welche Stützmaterialien es gibt und wie man die Qualität gedruckter Bauteile in der Nachbearbeitung verbessern kann.

„Wir haben viele fachliche Details zur Verarbeitung und Nachbearbeitung gedruckter Teile diskutiert, etwa das wichtige Thema Schwund-Reduzierung“, sagte Patrick Rhein, Forschungsgruppenleiter am TITK und Moderator der Veranstaltung. Vor allem aber habe der Workshop nochmals herausgearbeitet, welch hohen Bedarf die Industrie im 3D-Druck hat.

30 Jahre Erfahrung in Entwicklung, Herstellung und Anwendung eines kontrolliert laugenlöslichen Polymers hat das Unternehmen Belland Technology. Mitarbeiter Christoph Strasser hielt einen Vortrag über lösliche Stützmaterialien. Der Workshop sei für ihn die ideale Plattform gewesen. Und auch die Qualität der weiteren acht Referenten bezeichnete er als sehr hoch.

Die jüngsten drei Teilnehmer kamen vom Rudolstädter Gymnasium Fridericianum und schreiben gerade ihre Seminarfacharbeit zum Thema „Innovationen im Flugzeugbau“ mit Blick auf 3D-Druck und Leichtbau.

Der nächste Rudolstädter Kunststofftag finden im Herbst 2020 statt. (jhn)