Kautex Maschinenbau begeht in diesem Jahr gleich drei Jubiläen. (Bildquelle: Kautex)

Kautex Maschinenbau begeht in diesem Jahr gleich drei Jubiläen. (Bildquelle: Kautex)

Seit vielen Dekaden prägt Kautex Maschinenbau die Kunststoffbranche mit Technologien und Serviceleistungen. Der gute Ruf seiner Blasformmaschinen führte 1960 zur Gründung der ersten internationalen Kautex-Niederlassung in New Jersey, USA. 1995 erfolgte dann die Gründung des ersten deutschen Joint Ventures in Shunde, Südchina. Dort, wo heute die chinesische KCC-Baureihe in dritter Generation gebaut wird, sollen noch in 2020 in einer lokalisierten Produktion weitere bekannte Baureihen des deutschen Standorts entstehen. Ziel des Bonner Unternehmens, das heute zu den führenden Herstellern von hochtechnisierten Extrusionsblasformmaschinen zählt, ist, die Lieferwege zu verkürzen und je nach Bestellung die Maschinen von Deutschland oder China auszuliefern. Das Unternehmen verfügt weltweit über Niederlassungen in Europa, Asien und Nordamerika.

CO2-Fußabdruck spielt große Rolle

Während die ersten Kunststoffhohlkörper wegen ihrer positiven Eigenschaften mit zunehmender Nachfrage verbunden waren, geraten Kunststoffprodukte heutzutage zunehmend in die Kritik. Es fehlt an effizienten Recyclingkonzepten. Bei Kautex stehen daher aktuell Themen wie Nachhaltigkeit, Recycling und Digitalisierung im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Jüngste Entwicklung in Sachen Nachhaltigkeit sind Technologien, durch die der Energie- und Rohstoffverbrauch, beispielsweise beim Farb- und Materialwechsel, drastisch reduziert wird. Parallel optimiert das Unternehmen seit geraumer Zeit das Verarbeiten von Recyclingkunststoffen. Für Managing Partner Andreas Lichtenauer ist das eine zentrale Aufgabe der kunststoffverarbeitenden Branche: „Die Wahrnehmung von Kunststoffprodukten hat sich in den letzten Jahren erheblich geändert. Nachhaltigkeitsargumente und der ökologische Fußabdruck der Erzeugnisse spielen eine immer größere Rolle für die Akzeptanz. Wir fördern daher ganz gezielt das Kunststoffrecycling und die Optimierung der Stoffkreisläufe.“

Marketingleiter Christian Kirchbaumer ergänzt dazu: „Wir arbeiten auch daran, mit unseren Technologien die CO2-Bilanz in der Hohlkörperproduktion weiter zu verbessern. Wenn wir weiterhin aktiv dazu beitragen, die positiven Eigenschaften dieser Produkte mit weltweit funktionierenden Recyclingkreisläufen in Verbindung zu bringen, ist das für alle ein bedeutender Schritt in eine nachhaltige Zukunft.“

Augmented Service spart Flugmeilen

Kautex setzt neben technologischen Innovationen auch auf digitale Services, um die Produktion nachhaltiger zu gestalten. So können die Verarbeiter mit dem Augmented Service weltweit virtuelle Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Über den Service können Expertenteams aus der ganzen Welt ohne Reiseaufwand virtuell zur Maschine geschaltet werden, um Probleme möglichst schnell zu beheben. Das reduziert die Flugmeilen der Servicemannschaft und somit auch den CO2-Ausstoß, der durch solche Reisen verursacht wird. Zu Schulungszwecken setzt Kautex zudem digitale Simulatoren ein. Die „Digital Twins“ bilden die Prozesse der Maschinen exakt ab und ersparen Energie und Materialverbrauch der realen Maschinen.

Kautex Maschinenbau wird das dreifache Jubiläum in 2020 bei verschiedenen Gelegenheiten feiern. Höhepunkt wird ein Open House am Standort in Südchina im letzten Quartal dieses Jahres sein. (sf)