Die Fakuma belegt im Messezentrum am Bodensee alle verfügbaren Hallenflächen. Im Jahr 2018 kamen 1.933 Aussteller aus 40 Nationen sowie fast 48.000 Fachbesucher aus 126 Ländern auf die Messe.

Digitalisierung und Ressourcen-Schonung

(Bildquelle: P. E. Schall)

Digitalisierung gehört zu den Schwerpunkten des Ausstellers Arburg. (Bildquelle: P. E. Schall)

„Für uns als traditionell größten Aussteller und Mitbegründer der Messe hat die Fakuma einen sehr hohen Stellenwert. Sie zeichnet sich durch Praxisnähe kombiniert mit Fachkompetenz, günstiger Lage im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz und familiärer Atmosphäre aus. Und dieses Erfolgsrezept funktioniert bis heute sehr gut“, sagt Dr. Christoph Schumacher, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation bei der Arburg. Für das Unternehmen liegt der Messeschwerpunkt in diesem Jahr auf den Themen Digitalisierung sowie Ressourcen-Schonung und Circular Economy. Das Unternehmen will Antworten auf wichtige Fragen der Kunststoffverarbeitung und -nutzung liefern. „Immer mit dem Ziel, die Produktionseffizienz unserer Kunden zu steigern“, so Schumacher.

Thema Kreislaufwirtschaft

Sandra Füllsack, CEO bei der Motan Holding in Konstanz, setzt sich bei der diesjährigen Fakuma vor allem mit dem Thema Kreislaufwirtschaft auseinander: „Dabei werden wir neue Produkte, aber auch Optimierungen präsentieren, die einen Beitrag zur Energieeffizienz und Ressourcenschonung im Bereich des Materials Management leisten.“

Füllsack verweist auf den Beitrag, den die Branche zur Nachhaltigkeit beitragen kann: „Verantwortungsvoller Umgang mit Kunststoff fängt beim Design der Produkte an und hört erst auf, wenn wir den Kreislauf am Ende des Lebenszyklus wieder schließen. Aufgabe des Maschinen- und Anlagenbaus ist es, die Verarbeitung von Recyclaten ebenso wie von neuen biobasierten oder biologisch abbaubaren Materialien zu ermöglichen und dabei die hohen Qualitätsanforderungen an das Endprodukt zu erfüllen.“ Ihrer Meinung nach leiste auch die Digitalisierung einen Beitrag zu einer Wiederverwertung, indem beispielsweise Endprodukten Materialdaten auf seinem Lebensweg mitgeben werden. Wichtig sei, bei allem die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten.

Direkter Praxisbezug

(Bildquelle: P. E. Schall)

Praxisnähe und Austausch stehen im Mittelpunkt für die Besucher der Messe. (Bildquelle: P. E. Schall)

Schumacher sieht einen hohen Nutzen für die Besucher: „Die Besucher der Fakuma profitieren von deren Praxisnähe. Der Fokus liegt nicht auf visionären Zukunftskonzepten, sondern auf praxisnahen Lösungen, die Kunden unmittelbar einsetzen können, um die Effizienz ihrer Produktion zu steigern. Eine große Rolle spielt auch der persönliche Kontakt. Die Besucher schätzen es, die Exponate live unter die Lupe nehmen und konkrete Projekte direkt diskutieren zu können.“ (jhn)