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Über 130 Aussteller haben sich für die KPA 2020 in Ulm angemeldet. (Bildquelle: Carl Hanser Verlag)

Die Messe die ganze Bandbreite der Branche ab – von den Rohstoffen über den Werkzeugbau und die gängigsten Verarbeitungstechnologien wie Spritzgießen und Thermoformen bis zur Oberflächenbehandlung. Anwenderbranchen von der Automobilindustrie über Elektrotechnik/ Elektronik und Luftfahrttechnik, Maschinenbau und Medizintechnik bis zur Konsumgüterindustrie sind vertreten.

Zu den Neuausstellern der diesjährigen Veranstaltung gehören auch große kunststoffverarbeitende Unternehmen mit entsprechender Marktbedeutung wie Warema Kunststofftechnik und Maschinenbau. Sie ist mit 370 Mitarbeitern in Marktheidenfeld und Gyál, Ungarn präsent und fertigt Spritzgusskomponenten für die Automobilindustrie, die allgemeine Industrie und die Medizintechnik. Hartmut Väth, BU-Leiter Industrie des Unternehmens, sagt: „Zu unseren Kernkompetenzen gehört die Herstellung von Komponenten mit Premium-Oberflächen. Beispiele sind Bedienelemente für das Kfz-Cockpit mit bedruckten Chromeffektlacken und die Produktion von hochwertigen großformatigen Spritzgussteilen auf Maschinen mit bis zu 15000 KN Schließkraft.“

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Das Unternehmen Weiss Kunststoffverarbeitung stellt auf der KPA 2020 aus. (Bildquelle: Carl Hanser Verlag)

Jürgen Weiss, geschäftsführender Gesellschafter der Weiss Kunststoffverarbeitung, sagt: „Wir stellen fest, dass viele Unternehmen gerade jetzt – wo die industrielle Produktion nach mehreren Jahren starken Wachstums nicht mehr zu über 100 Prozent ausgelastet ist – Neukonstruktionen und Produktoptimierungen anstoßen. Dabei können und möchten wir unsere Expertise einbringen. Deshalb kommt die KPA für uns zum richtigen Zeitpunkt.“

Ein weiterer Neuaussteller aus den Kernbereichen Spritzguss, Thermoformen und Werkzeugbau ist die Gubesch Group. Als forschungsstarkes Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern beteiligt sie sich an Projekten beispielsweise zur Nutzung von High-Performance- Werkstoffen beim Bau von Elektromotoren und an einem neuen Verfahren zum klebstofffreien Fügen von Kunststoffen und Metallen.

Unternehmen der Kunststoffbranche bieten ihren Kunden immer umfassendere Dienstleistungen an: Als Pionier gilt die Deckerform-Gruppe. Bereits sein dem Jahr 2007 unterstützten Plastics Architects Anwender von Kunststoffbauteilen über den gesamten Produktentstehungsprozess.

Rahmenprogamm zu Spritzgießen und Kreislaufwirtschaft

Bildquelle: Carl Hanser Verlag

Plastics Architects unterstützen bei Deckerform Anwender bei ihrer Produktentstehung. (Bildquelle: Carl Hanser Verlag)

Zusätzlich zu den Präsentationen der Aussteller auf der Fläche organisieren Branchenverbänden ein Rahmenprogramm. Der erste Thementag steht unter dem Motto „Neue Materialien, Verfahren und Oberflächen für die Kunststoffverarbeitung“. Das Kunststoff-Institut Südwest (KISW) hat ein vielseitiges Programm zusammengestellt und namhafte Referenten gewonnen. Den Auftakt macht Marius Fedler vom KISW mit der Keynote „Spritzgießen 2025 – was auf den Verarbeiter und Formenbauer zukommt“. Es folgen Vorträge unter anderem zur Herstellung dekorativer und hochwertiger Oberflächen durch One Shot Units und zur additiven Fertigung sowohl von Formeinsätzen als auch von Kunststoffkomponenten. Am zweiten Tag veranstaltet das SKZ – das Kunststoff-Zentrum aus Würzburg den Thementag „Zukunftstrends in der Kreislaufwirtschaft.“

Vortragsforum der Halle bietet Dr. Gunther Hofmann Überblick über „Medizin für Ingenieure – Ein Überblick für Entwickler und Techniker in der Medizintechnik“. Der Referent arbeitet an der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Friedrich-Schiller-Universität und ist Fachbuchautor. Dr. Martin Juhrisch vom Unternehmen Symate gibt einen Einblick in „KI-Systeme: Die neue Sicht auf Spritzguss- und Thermoforming-Prozessketten.“ (jhn)