Atlas Copco setzte 2019 mit Kompressoren, Vakuumtechnik, Montagelösungen und Ausrüstungen für die Energietechnik rund 10 Mrd. Euro um - mehr als je zuvor. Im Bild ein Ausriss aus dem Produktportfolio der Energietechnik, mit Lichtmasten, fahrbaren Kompressoren, Stromerzeugern und Pumpen. (Bild: Atlas Copco)

Atlas Copco setzte 2019 mit Kompressoren, Vakuumtechnik, Montagelösungen und Ausrüstungen für die Energietechnik rund 10 Mrd. EUR um. (Bild: Atlas Copco)

Der Betriebsgewinn stieg von 21,2 auf 21,9 Mrd. SEK, der Gewinn vor Steuern von 20,8 auf 21,6 Mrd. SEK – ein Plus von jeweils drei Prozent. Beim Umsatz, Gewinn und bei den Auftragseingängen erzielte Atlas Copco damit auch im vergangenen Jahr neue Rekordmarken. Alle Zahlen beziehen sich auf die fortgeführten Geschäfte.

Gute Geschäfte mit großen Industriekompressoren

Überproportional gut schnitt im Jahr 2019 die Kompressortechnik ab, der größte Konzernbereich. Mit Kompressoren und Drucklufttechnik erlösten die Schweden 48,3 Mrd. SEK und schließen so mit zehn Prozent über dem Vorjahresabschluss ab. Noch stärker stiegen die Auftragseingänge: um elf Prozent auf 50,6 Mrd. SEK.

Speziell die großen Industriekompressoren wurden rege nachgefragt, während das Geschäft mit kleineren und mittleren Kompressoren zurückging. Im Gesamtjahr erhielt der Konzern weltweit in allen Regionen außer Nordamerika mehr Aufträge für Kompressoren. Auch der Service verzeichnet weiterhin Wachstum. Die Einführung eines neuen ölfrei verdichtenden Turbokompressors sowie eines Niederdruckkompressors im individuell konfigurierbaren Design kurbelte die Geschäfte 2019 an, so derKonzern. Gegen Ende des Jahres schwächte sich die Nachfrage allerdings etwas ab.

In der Vakuumtechnik erlöste der Konzern 23,6 Mrd. SEK, nach 22 Mrd. SEK im Vorjahr. Zudem gingen 2019 Aufträge in Höhe von 23,9 Mrd. SEK ein – ein Plus von elf Prozent. Hersteller von Halbleitern und Flachbildschirmen waren die wichtigsten Abnehmer, wobei die Nachfrage speziell von der chinesischen Halbleiterindustrie getrieben wurde.

Automobilindustrie schiebt Projekte auf

Mit Industriewerkzeugen und Montagelösungen, wie Schraubsystemen, Klebe- und Dosier- oder Stanzniettechnik, erlöste Atlas Copco im vergangenen Jahr 18,7 Mrd. SEK und damit vier Prozent mehr als im Jahr 2018. Allerdings bewegten sich die Auftragseingänge nur etwa auf Vorjahresniveau und rissen im vierten Quartal geradezu ab. Minus acht Prozent registrierte hier das Unternehmen. Dies ist – nach Konzernangaben – vor allem auf die massive Zurückhaltung der Automobilindustrie zurückzuführen. Hier hätten mehrere Projekte verzögert oder wurden auf die Zukunft verschoben.

Hohe Zuwächse in der Energietechnik

Die höchsten Zuwachsraten erzielte das schwedische Unternehmen 2019 im Bereich Energietechnik. Dieser wurde erst vor zwei Jahren neu strukturiert und bündelt fahrbare Kompressoren, Stromerzeuger, Lichtmasten, Pumpen sowie handgeführte Abbruchwerkzeuge. Das Geschäft mit Ausrüstungen für die Energieerzeugung legte insbesondere in Asien und Südamerika zu. Der Umsatz stieg von 12 Mrd. SEK auf 13,9 Mrd. SEK gegenüber dem Vorjahr. Auf das Jahr gesehen gingen zwölf Prozent mehr Aufträge ein: insgesamt mit einem Plus von 14 Mrd. SEK. Im Vergleich der jüngsten Quartale waren die Zahlen allerdings leicht rückläufig; vor allem Nordamerika und Europa schwächelten. (jhn)