Thomas Wildt, CEO der Hennecke Group (li) und Dr. Christof Bönsch, CEO der FRIMO Group (re.) Bildquelle: Frimo/Hennecke

Thomas Wildt, CEO der Hennecke Group (li) und Dr. Christof Bönsch, CEO der Frimo Group (re.) beschließen die Partnerschaft der Unternehmen. (Bildquelle: Frimo/Hennecke

Frimo und Hennecke kooperieren weltweit ab sofort intensiv im Bereich von Polyurethan und weiteren )Reaktivkunstoff-Anwendungen für Automotive Applikationen. Die Kooperation bezieht sich ausschließlich auf Produkte und Anlagen, die im Zusammenhang mit der
Produktion von Personenkraftwagen (PKW) stehen. Bei Polyurethan-Anwendungen für Nutzfahrzeuge, Motorräder und Landmaschinen handelt es sich meist um hochspezialisierte technische Lösungen, welche sowohl vom Produktionsvolumen wie auch vom Standardisierungsgrad der Anlagentechnik deutliche Unterschiede zur PKW-Sparte aufweisen. Solche Projekte werden weiterhin von den jeweiligen Unternehmen betreut.

„Die Synergien der Kooperation stellen für unsere Kunden aus dem Automobilsektor einen profunden Mehrwert dar“, so Dr. Christof Bönsch, CEO der Frimo Group. „Mit der Partnerschaft führen wir die Kernkompetenzen zweier Unternehmen zusammen, welche sich strategisch und operativ optimal ergänzen“, so Bönsch weiter. Die Kernsegmente der Kooperation umfassen die Produktbereiche Formschaumverarbeitung, Elastomerverarbeitung, Leichtbau-Composites und PUR-CSM-Technologie für Polyurethan-Sprühanwendungen sowie das Überfluten von Struktur- und Dekorbauteilen. FRIMO wird seine Anlagentechnik aus den Bereichen Formschaum, Elastomer und Composites einbringen. Hennecke hingegen stellt seine Dosier- und Mischkopftechnik sowie alle weiteren medienführenden Systeme zur Bevorratung, Führung und Förderung, Aufbereitung und Verarbeitung zur Verfügung.

Fokussierung beider Unternehmen auf Kernkompetenzen

Frimo bringt seine Kernkompetenzen aus den Bereichen Formschaum, Elastomer und Composites ein. Für die genannten Produktbereiche wird das Unternehmen neben Neuanlagen auch entsprechende Service-Dienstleistungen wie Retrofits (Nachrüsten, Umrüsten und
Modernisieren von Maschinen- und Anlagentechnik) und technischen Service im Allgemeinen durchführen. Weiterhin wird der Anbieter für die betroffenen Produktbereiche auch den gesamten Ersatzteilvertrieb innerhalb der Kooperation offerieren. Frimo wird seine
Produktion von Dosier- und Mischkopftechnik komplett einstellen und sich auf die Bereiche Werkzeugtechnik, Anlagentechnik und Peripheriegeräte sowie dazugehörige Dienstleistungen fokussieren.

Alle medienführenden Komponenten werden zukünftig in allen Märkten ausschließlich von Hennecke gefertigt und zugeliefert. Hennecke wird die Dosier- und Mischkopftechnik sowie alle weiteren medienführenden Systeme zur Bevorratung, Führung und Förderung, Aufbereitung und Verarbeitung für den Automobilsektor in die Kooperation einbringen. Ferner wird Hennecke die für den jeweiligen Anwendungsfall notwendigen Peripheriegeräte liefern. Der Vertrieb der kooperationsbezogenen Hennecke-Produkte, sowohl im Bereich der Neuanlagen als auch für den gesamten Service-Bereich, erfolgt zukünftig über Frimo. Hennecke fokussiert sich als Polyurethan-Spezialist auf seine Kernkompetenzen im Bereich Hoch- und Niederdruckdosierung in Form von Einzeldosiermaschinen außerhalb des Automobilsektors
sowie auf Anlagentechnik im Bereich der Herstellung von Kühlmöbeln, Blockschaumwaren und Sandwich-Paneelen.

Mehrwert für den Kunden steht im Vordergrund

Die Unternehmen bieten umfassende Systemlösungen und einem individuellen Service aus einer Hand sowie einem gemeinsamen Ansprechpartner. Ein weiterer Vorteil ist die einheitliche Schnittstelle, angefangen von der Werkzeugform, über die Anlagenautomatisierung bis hin zur Verfahrenstechnik. Mit der Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen ergänzen sich beide Unternehmen somit optimal.

„Automotive Alliance“ bietet effiziente und innovative Systemlösungen „Wir wollen zukünftig noch schlagkräftiger und innovativer werden und unseren Kunden unter dem Label „Automotive Alliance“ effiziente und marktgerechte Lösungen anbieten“, fasst Thomas Wildt, CEO der Hennecke Group das Ziel der Kooperation zusammen. „Unsere Zielrichtung ist ganz klar auf Wachstum beider Unternehmen ausgerichtet und das bedeutet neue Perspektiven für unsere Kunden ebenso wie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Wildt weiter. (ega)