Bram de Zwart gehört zu den Gründern von 3D Hubs. (Bildquelle: 3D Hubs)

Bram de Zwart gehört zu den Gründern von 3D Hubs. (Bildquelle: 3D Hubs)

Nach abgeschlossener Series C von weiteren 18 Millionen Euro im Sommer 2019 fokussiert sich der Dienstleister nun auf das DACH-Gebiet. Weite Niederlassungen betreibt das Unternehmen in Chicago und Paris. Hauptsitz ist in Amsterdam. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben mit über 35.000 Unternehmen weltweit an der Herstellung ihrer Teile und Produkte.

Distributed Manufacturing

Durch die Expansion in den DACH Markt will 3D Hubs lokale produzierende Unternehmen unterstützen, indem es digitale Fertigungstechnologien für sie zugänglich macht. Das Unternehmen verspricht eine sofortige Online-Angebotserstellung, verkürzte Durchlaufzeiten und unbegrenzte Fertigungskapazität. Die Zukunft der Fertigung sieht das niederländische Unternehmen im “Distributed Manufacturing”. Dieses soll Ingenieuren ermöglichen, Produkte mithilfe aktueller Technologien und einem globalen Netzwerk an Fertigungspartnern schneller und effizienter zu entwickeln.

“Der Eintritt in den deutschen Markt stärkt unsere Position als führende Kraft der digitalen Fertigung in Europa weiter. Mit einem erfahrenen DACH-Team vor Ort, freuen wir uns, lokalen Unternehmen eine Plattform zu bieten, die ihnen hilft, mit den größten Akteuren der Branche zu konkurrieren“, sagte Bram de Zwart, Gründer und Geschäftsführer von 3D Hubs. Das 2013 gegründete Unternehmen nutzt gängige digitalen Fertigungsverfahren, darunter 3D-Druck, CNC-Bearbeitung, Spritzguss und Blechbearbeitung.

Nachholbedarf in der Digitalisierung

Deutschland könne – nach Aussagen von 2D Hubs – mit dem Aufkommen des Internet of Things (IoT) und dem globalen Trend der Digitalisierung im Maschinenbau nicht Schritt halten. Tatsächlich stünden traditionelle Fertigungsmethoden heute stets Druck und die Bedenken in Bezug auf Preisgestaltung, Effizienz und Skalierbarkeit wüchsen. Industrie 4.0 und IoT bringen andere Anforderungen und Möglichkeiten mit sich, bezüglich Geschwindigkeit, Materialien und Flexibilität, so das Unternehmen. Wobei viele deutsche Unternehmen Investition angekündigt hätten, um in dieser Wende international führend zu sein, sei die Diskrepanz zwischen Planung und Umsetzung in Deutschland insgesamt noch groß. Derzeit sei nur ein kleiner Prozentsatz der deutschen produzierenden Unternehmen in puncto Fertigung durchgehend digital vernetzt. (jhn)