Fertigung Gehäuseteil für Getränkeautomat mit einer Smart Power 300/1330 mit Insiderzelle. (Bildquelle: Wittmann Battenfeld)

Fertigung Gehäuseteil für Getränkeautomat mit einer Smart Power 300/1330 mit Insiderzelle. (Bildquelle: Wittmann Battenfeld)

Firma Langlotz, ein Familienunternehmen in zweiter und dritter Generation, wurde 1910 in Ruhla, Thüringen, gegründet. Die ersten Produkte waren elektrotechnische Bedarfsartikel und Radiozubehör. Bereits in den 30er Jahren wurden radiotechnische Teile aus Polystyrol im Spritzgussverfahren hergestellt. 1950 wurde das Unternehmen am heutigen Standort in Halver neu gegründet und fertigt seit diesem Zeitpunkt Spritzgussteile aus fast allen thermoplastischen Kunststoffen. Außerdem werden diese auch veredelt und montiert. Auf einer Produktionsfläche von 3.000 m² werden Teile mit einem Gewicht von 0,1 g bis 2 kg hergestellt. Das Leistungsspektrum reicht von der Entwicklung über das Prototyping bis hin zur Serienfertigung.

Neue Märkte erschlossen

Christoph Seibert, kaufmännischer Leiter Langlotz (links), zeigt Frank Höher, Vertrieb Wittmann Battenfeld, eine verchromte Kunststoffsäule für einen Getränkeautomaten. (Bildquelle: Wittmann Battenfeld)

Christoph Seibert, kaufmännischer Leiter Langlotz (links), zeigt Frank Höher, Vertrieb Wittmann Battenfeld, eine verchromte Kunststoffsäule für einen Getränkeautomaten. (Bildquelle: Wittmann Battenfeld)

Über viele Jahre war die Kunststoffverarbeiter erfolgreicher Lieferant von Kühlturmkomponenten für Kraftwerke für den europäischen Markt. Die massiven Veränderungen in der Energiepolitik in Europa und vor allem in Deutschland ab Beginn des letzten Jahrzehnts machten eine komplette Neuausrichtung des Unternehmens erforderlich. Mittlerweile werden 85 % des Umsatzes mit neuen Produkten erwirtschaftet. Das 40-köpfige Familienunternehmen hat seinen Fokus im Bereich der Gehäusetechnik für Wasserspender und Ausschanksysteme als auch Pumpen für Trinkwassersysteme. Rund 8 % des Umsatzes werden mit Produkten für die Automobilindustrie erwirtschaftet. Der Hauptmarkt des Unternehmens ist Deutschland. Geliefert werden nicht nur Einzelteile, sondern ganze Baugruppen. Hier geht das Unternehmen proaktiv auf seine Kunden zu und bietet sein Know-how an, um die Produkte zu verbessern oder kostengünstiger herzustellen. So wurde beispielsweise eine Adapterplatte aus Metall durch eine Platte aus Kunststoff ersetzt oder Gewinde durch den Einsatz Kunststoff schneidender Schrauben eingespart.

Insiderzelle inklusive

Pumpen für Trinkwassersysteme (Bildquelle: Wittmann Battenfeld)

Pumpen für Trinkwassersysteme (Bildquelle: Wittmann Battenfeld)

Die Teile werden mit Spritzgießmaschinen im Schließkraftbereich von 250 bis 5.000 kN produziert. Dazu gehören auch drei Maschinen der servohydraulischen Smart-Power-Reihe von Wittmann Battenfeld, Kottingbrunn, Österreich, mit Schließkräften von 350 und 3.000 kN. Diese Maschinen sind kompakt gebaut, energieeffizient, präzise und bedienerfreundlich. Eine der beiden Smart Power 300/1330 ist mit einer Insiderzelle mit integriertem Roboter, Förderband und einem fix mit der Maschine kombinierten Schutzgehäuse ausgestattet. Diese Lösung ermöglicht, dass alle Gefahrenbereiche bereits ab Werk abgesichert und zertifiziert sind.

Abb. 4: Stößel für ein Sicherheitsventil (Bildquelle: Wittmann Battenfeld)

Abb. 4: Stößel für ein Sicherheitsventil (Bildquelle: Wittmann Battenfeld)

Der eingesetzte Wittmann Roboter der Type W821 ist mit einem auf Gewicht und Steifigkeit optimierten Querhubprofil aufgebaut, welches direkt im Hauptschlitten gelagert ist und den Entnahmehub ausführt. Der Roboter wird in den Hauptachsen mittels Servoantrieben über Riemenvorgelege oder Zahnstange angetrieben. Minimierte bewegte Massen erlauben schnell zu beschleunigen und zu verzögern. Das Modell W821 ist mit der neuesten Robotsteuerung der Generation R 8.3 ausgestattet, die vielfältige Programmiermöglichkeiten bereitstellt, sowie die patentierte Smart-Removal-Funktion für ein größtmögliches Verkürzen der unproduktiven Formöffnungszeiten.
Ulrich Seibert, Geschäftsführer von Langlotz, ist mit den Maschinen des österreichischen Maschinenbauers und der Insiderzelle, sehr zufrieden: „Die Anlage ist für uns eindeutig ein fertigungstechnischer Fortschritt. Die intuitive Bedienbarkeit wird auch von unseren Mitarbeitern sehr geschätzt.“ Aber Wittmann Battenfeld überzeugt Ulrich Seibert und seinen Sohn Christoph, der die kaufmännische Leitung des Unternehmens innehat, nicht nur durch die Qualität seiner Maschinen, sondern vor allem auch durch schnelle Reaktionszeiten und guten Service, wesentliche Aspekte in der nunmehr bereits über 20 Jahre bestehenden Zusammenarbeit.

Über den Autor

Gabriele Hopf

ist Marketing-Managerin bei Wittmann Battenfeld, Kottingbrunn, Österreich.