Blick in den Bauraum: Die Glas- oder Karbonfasern werden über eine Rolle zugeführt und gezielt auf dem Bauteilträger abgelegt. (Bildquelle: Arburg)

Blick in den Bauraum: Die Glas- oder Karbonfasern werden über eine Rolle zugeführt und gezielt auf dem Bauteilträger abgelegt. (Bildquelle: Arburg)

Das neue Herzstück ist ein 4-achsiger Bauteilträger. Er bewegt sich nicht nur in x-, y- und z-Richtung, sondern kann aufgrund einer zusätzlichen c-Achse auch Rotationsbewegungen ausführen. Dadurch lassen sich faserverstärkte, belastbare Funktionsbauteile aufbauen. Endlosfasern aus Glas oder Karbon werden über eine Rolle zugeführt und gezielt auf dem Bauteilträger abgelegt. Dabei werden sie sofort mit Kunststoff umbettet und auf die gewünschte Länge zugeschnitten. Ein typisches Beispiel für solche Funktionsbauteile aus dem Bereich Medizintechnik sind Handorthesen. Auf einer Messe produzierte die Maschine kürzlich eine solche Orthese in Hart-Weich-Verbindung mit lokaler Verstärkung. Sie ersetzte das klassische metallverstärkte Produkt und kann somit individuell an die Handform eines Patienten angepasst werden. Die Maschinen decken ein breites Spektrum für die industrielle additive Fertigung ab. Die Version 3X kann drei Komponenten zu komplexen Funktionsbauteilen in belastbarer Hart-Weich-Verbindung mit Stützstruktur verarbeiten. Sie ist reinraumtauglich und damit besonders gut geeignet für Anwendungen in der Medizintechnik. Über optionale Schnittstellen lässt sie sich zudem bei Bedarf automatisieren und in komplette Fertigungslinien integrieren. Alle Maschinen arbeiten im AKF-Verfahren auf Basis von Standardgranulaten. Die Anwender können mit dem offenen System ihre eigenen Originalmaterialien verarbeiten und Tropfengröße sowie Prozessführung selbst optimieren.