Dabei decken die Aussteller das komplette Spektrum der Branchen ab, in der die Kunststoffverarbeiter ihre Kunden finden – von der Automobilindustrie über Elektrotechnik/Elektronik und Luftfahrttechnik, Maschinenbau und Medizintechnik bis zur Konsumgüterindustrie. Genau darin sieht der Veranstalter das Alleinstellungsmerkmal der Messe: „Die KPA ist Deutschlands erste und bislang einzige B2B-Branchen- und Beschaffungsplattform nur für Kunststoffprodukte“, betont Jan Harms, Projektleiter Messen beim Carl Hanser Verlag, München.

Die Elektromobilität ist ein spannender Zukunftsmarkt für die Kunststoffverarbeitung. Kunststoff spart Gewicht und erlaubt auch die Integration von Zusatzfunktionen – zum Beispiel von Solarmodulen für die autarke Energiegewinnung. (Bildquelle: Sono Motors)

Die Elektromobilität ist ein spannender Zukunftsmarkt für die Kunststoffverarbeitung. Kunststoff spart Gewicht und erlaubt auch die Integration von Zusatzfunktionen. (Bildquelle: Sono Motors)

Diese Besonderheit dürfte aktuell besonders gefragt sein, weil sich die Branchenschwerpunkte verschieben. Während einige – aber längst nicht alle – der Kunststoffverarbeiter, die überwiegend für die Automobilindustrie arbeiten, einen teilweise deutlichen Rückgang der Nachfrage registrieren und der Maschinenbau als Zielbranche ebenfalls schwächelt, gibt es zum Beispiel in der Medizintechnik deutliche Zuwächse.

Darüber hinaus erschließen sich die Aussteller neue Aufgabenfelder – zum Beispiel in der Elektromobilität. Thomas Maurer, Geschäftsführer des Unternehmens Maurer Kunststofftechnik, das den Kunststoffverarbeitern maßgeschneiderte Thermoplast-Compounds bietet: „Wir haben ein flammgeschütztes PP für den Batterieträger eines Elektrofahrzeugs entwickelt.“ Und die Swissplast Group, Spezialist für Tiefziehteile, fertigt unter anderem Karosseriekomponenten für Sportfahrzeuge mit Elektroantrieb. Die Elektromobilität ist ein spannender Zukunftsmarkt für die Kunststoffverarbeitung. Kunststoff spart hier Gewicht und erlaubt auch die Integration von Zusatzfunktionen – zum Beispiel von Solarmodulen für die autarke Energiegewinnung.

Rahmenprogramm mit Thementagen

Das SKZ organisiert den Thementag „Zukunftstrends in der Kreislaufwirtschaft“ auf der KPA-Messe in Ulm (Bildquelle: SKZ - KFE)

Das SKZ organisiert den Thementag „Zukunftstrends in der Kreislaufwirtschaft“ auf der KPA-Messe in Ulm (Bildquelle: SKZ – KFE)

Sowohl die Aussteller der KPA als auch die Besucher dürfen sich auf ein attraktives Rahmenprogramm freuen, das maßgeblich von zwei namhaften Instituten organisiert und kuratiert wird. Am ersten Messetag findet unter der Leitung des Kunststoff-Institutes Südwest aus Villingen-Schwenningen der Thementag „Neue Materialien, Verfahren und Oberflächen für die Kunststoffverarbeitung“ statt. Am zweiten Tag veranstaltet das Kunststoff-Zentrum SKZ aus Würzburg den Thementag „Zukunftstrends in der Kreislaufwirtschaft.“

Zum Programm des Thementages über die Zukunftstrends erklärt Bettina Dempewolf, Bereichsleiterin Netzwerk und Event beim SKZ: „Neben interessanten Fachvorträgen wird es auch Raum für Fragen und Antworten geben.“ Den Eröffnungsvortrag „Kunststoffe im Kreis führen – Wie weit sind wir, was bleibt zu tun?“ hält Dr. Hermann Achenbach, Leiter der Gruppe Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft am SKZ. Er arbeitet seit mehr als sieben Jahren in industrienahen Forschungsprojekten zu den Themen Nachhaltigkeitsbewertung/-optimierung, Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Digitalisierung.

Weitere Vorträge am zweiten Messetag halten Karishma Adatia, Head of Compound Development der polyMaterials AG und Rainer Zies, Geschäftsführer der MKV GmbH Kunststoffgranulate sowie Dr. Marieluise Lang. Sie ist Bereichsleiterin Materialien, Compoundieren, Extrudieren am SKZ und referiert zum Thema „Herausforderungen und Lösungen für die Circular Economy“. Anschließend stehen die Vortragenden in einer Publikumsdiskussion Rede und Antwort.

Unter Strom – Kunststoffe und Elektizität

Die Wanderausstellung „Unter Strom - Kunststoffe und Elektrizität“ wird bei der KPA Ulm gezeigt. (Bildquelle: Deutsches Kunststoff-Museum, Oberhausen)

Die Wanderausstellung „Unter Strom – Kunststoffe und Elektrizität“ wird bei der KPA Ulm gezeigt. (Bildquelle: Deutsches Kunststoff-Museum, Oberhausen)

Ein besonderes Highlight der KPA 2020 wird eine „Special Area“ sein, auf der die Wanderausstellung „Unter Strom – Kunststoffe und Elektrizität“ vom Deutschen Kunststoff-Museum in Oberhausen gezeigt wird. Sie stellt den Einzug des Kunststoffs in die Welt der Elektrizität und Elektronik dar und deckt dabei einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren ab – beginnend beim Bakelit, das 1907 patentiert wurde. Für die Ausstellung hat das Deutsche Kunststoff-Museum zahlreiche Exponate zusammengetragen, die einen renden Überblick über die Einsatzvielfalt der Kunststoffe geben: von der Energieerzeugung (Hochspannungsisolatoren) über den Energietransport (Kabel) bis zu Konsumgütern (Küchengeräte, Fernseher) und neueren Technologien der Energieerzeugung (Rotorblätter für Windenergieanlagen, Polymermembranen für Brennstoffzellen).

Weitere Informationen zur KPA-Messe Ulm 2020.