Die Prognoseanpassung ist auf die jüngst entstandenen schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Industrieumfeld Europas zurückzuführen. Diese Entwicklung beeinflusste gemeinsam mit der Automotive-Krise insbesondere die Kunden des für Masterflex wichtigen europäischen und vor allem deutschen Maschinenbaus.

Schwieriges drittes Quartal drückt Gesamtumsatz

Die bis zum Ende des dritten Quartals andauernde, sehr erfolgreiche Wachstumsdynamik im laufenden Geschäftsjahr hat einen so deutlich wirkenden Umsatzrückgang nicht erwarten lassen. Die Entwicklung seit Anfang Oktober zeigt sowohl beim Umsatz wie beim Auftragseingang eine so nicht erwartbare Nachhaltigkeit. Der Umsatzrückgang betrifft insbesondere die fixkostenstarken großen Produktionsstandorte in Deutschland, weshalb das EBIT überproportional betroffen ist. Hinzu kommt, dass ein Teil der bisherigen Umsatzdynamik (rund 1 %) währungsbedingt war.

Gute Geschäfte in den Branchen Medizin, Lebensmittel, Pharma und Bio

Die weiterhin gute Geschäftsentwicklung im Bereich der weißen Anwendungsbranchen (Medizin, Lebensmittel, Pharma, Bio) kann trotz überproportionalen Wachstums in den letzten Jahren diesen Effekt noch nicht vollständig kompensieren. Gleiches gilt für die im Vergleich zum europäischen Markt noch kleineren Absatzmärkte in Amerika und Asien.

Der Vorstand und das Masterflex-Management erarbeiten bereits Pläne, mit denen der schwindenden Wachstumsdynamik im Industriegeschäft durch zusätzliche Maßnahmen auf der Umsatz- und insbesondere Kostenseite entgegengesteuert werden soll. Ziel ist es nach wie vor, die im Spätsommer dieses Jahres kommunizierten zukünftigen Renditeziele bis 2022, trotz des aktuellen konjunkturellen Rückgangs, weiterhin realisieren zu können. (ega)