Der herstellerunabhängige Datenaustausch ist laut Brabender ein wichtiger Faktor für die Etablierung smarter Fabriken. (Bildquelle: Brabender)

Der herstellerunabhängige Datenaustausch ist laut Brabender ein wichtiger Faktor für die Etablierung smarter Fabriken. (Bildquelle: Brabender)

Auf der K 2019 hatte Brabender neben neuen Geräten auch intelligente neue Features für die Steuerung im Gepäck. Deshalb waren neben den Geräten viele Filme und Anwendungen auf Bildschirmen zu sehen. „Unsere neue OPC-UA-Schnittstelle ist ein Schritt in Richtung Industrie 4.0“, erläutert Geschäftsführer Günter Kuhlmann diese Innovation. Der herstellerunabhängige Datenaustausch ist ein wichtiger Faktor für die Etablierung smarter Fabriken. „OPC-UA bedeutet ein Plus an industrieller Kommunikation: Diese Schnittstelle transportiert Prozess- und Steuerungsdaten in einer serviceorientierten Architektur. Für unsere Kunden eröffnen sich damit neue Möglichkeiten.“ Auch die Erweiterung auf vorgeschaltete Geräte, wie zum Beispiel Saugförderer, steht jetzt im Dosiercontroller und der Bedieneinheit des OP16 zur Verfügung. Damit bekommt der Anwender die Steuerung für beide Geräte aus einer Hand und kann Nachfüllprozesse optimieren und die Geräte genau aufeinander abstimmen.

Auch bei Pelletron rückt Industrie 4.0 in den Fokus. Das Unternehmen schreibt: „Wir bei Pelletron sind uns bewusst, dass die Echtzeittransparenz der operativen Leistung unerlässlich ist, um in dem heutigen schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich zu sein. Wir erstellen Dashboards für das Produktionsteam, um Key Performance Indicators (KPI) in Echtzeit zu überwachen, Probleme schnell zu erkennen und den Mitarbeitern wertvolles Leistungsfeedback zu geben. Mit OEE, Stillstandsverfolgung und Echtzeit-Feedback helfen wir, ein angemessenes Problembewusstsein und einen kontinuierlichen Verbesserungsfokus auf Ihren Bereich mit dem größten Bedarf zu schaffen.“

Industrie 4.0-gerechte Lösungen

Bei dem neuen Fördergerät von Motan-Colortronic ist ein einfacher Filterwechsel von Stoff- zum optionalen Patronenfilter in Staubklasse M möglich. (Bildquelle: Motan-Colortronic)

Bei dem neuen Fördergerät von Motan-Colortronic ist ein einfacher Filterwechsel von Stoff- zum optionalen Patronenfilter in Staubklasse M möglich. (Bildquelle: Motan-Colortronic)

Digicolor zieht ein positives Fazit der K 2019: „Große Nachfrage an Lösungen für Automatisierungstechnik und Prozessverbesserungen in Granulatversorgungssystemen. Dabei standen neueste Messtechnik wie die Inline-Feuchtemessung und Industrie 4.0-gerechte Lösungen in den Bereichen Granulattrocknung, Materialversorgung und Dosiertechnik im Vordergrund.“

Ein Hauptthemengebiet dieser Messe war die Kreislaufwirtschaft. Hier realisiert Digicolor bereits seit vielen Jahren Recycling-Anwendungen unter Einsatz der bewährten Goliath Zahnwalzenmühlen zur Vermahlung der in der Produktion anfallenden Kunststoffangüsse und -abfälle. Die Produktion hochwertigen Mahlguts ermöglicht eine vollständige Rückführung des Regranulats in den Verarbeitungsprozess. So werden Abfälle vermieden, Ressourcen geschont und Materialkosten eingespart.

Auf dem Messestand des Unternehmens wurde unter anderem die vollautomatische Produktion technischer Artikel mit Vermahlung der Angüsse und Rückführung des Mahlguts in den Spritzgießprozess live vorgeführt. Eine voll ausgerüstete Fertigungseinheit mit Spritzgießmaschine, Granulattrockner, Inline-Feuchtemessung, gravimetrischer Dosierung und Granulatfördertechnik zeigte die Vorteile einer automatisierten Granulatversorgung.

Auf der K-Messe stellte Motan-Colortronic die neue Simple-Solutions-Reihe vor. Dazu gehört auch das neue Metro SG HES, Einphasen-Fördergerät für Granulat, welches in vier Durchsatzgrößen von maximal 15 kg/h bis 200 kg/h angeboten wird. Durch diese neue Gerätereihe sollen wichtige Bereiche des Produktionsprozesses kostengünstig und effizient automatisiert werden können, was das gesamte Prozessmanagement erheblich optimieren und vereinfachen soll. Kunststoffgranulat wird in Maschinentrichtern, Trockentrichtern oder sonstigen Vorratsbehältern transportiert und der Maschine zugeführt. Die Geräte des Metro SG HES sind mit einer eigenen Steuerung ausgerüstet, welche Materialbedarf erkennt und selbstständig mit der Förderung beginnt. Kostenintensive Unterbrechungen durch leerlaufende Verarbeitungsmaschinen sollen so verhindert und Materialverlust ausgeschlossen werden.

Über den Autor

Oliver Lange

ist freier Redakteur des Plastverarbeiter.