Gewinnerin Dr. Kimberly See mit Dr. Axel Heinrich, Leiter Volkswagen Group Innovation (re.), und Dr. Detlef Kratz, Leiter des BASF-Forschungsbereichs „Process Research and Chemical Engineering“. (Bildquelle: BASF)

Gewinnerin Dr. Kimberly See mit Dr. Axel Heinrich, Leiter Volkswagen Group Innovation (re.), und Dr. Detlef Kratz, Leiter des BASF-Forschungsbereichs „Process Research and Chemical Engineering“. (Bildquelle: BASF)

Kimberly See wurde von der sechsköpfigen Expertenjury für ihren herausragenden Beitrag zur Erforschung von Batterien auf Basis multivalenter (mehrwertiger) Kationen sowie Schwefel gewürdigt. Die Siegerin konnte sich damit gegen vier weitere Mitbewerber um den Wissenschaftspreis von Volkswagen und BASF durchsetzen.

Frank Blome, Leiter des Center of Excellence (CoE) für Batteriezellen bei Volkswagen, erklärte: „Eine enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft ist für Volkswagen entscheidend, um unsere Energiespeicher weiter zu optimieren. Denn leistungsfähige Batterien sind der Schlüssel für den Erfolg der Elektromobilität. Besonderes Augenmerk liegt daher auf der Erforschung und Entwicklung von elektrochemischen Batteriekonzepten der nächsten und übernächsten Generation.“

Dr. Detlef Kratz, Leiter des Forschungsbereichs „Process Research and Chemical Engineering“ bei BASF, betonte: „BASF forscht mit Hochdruck an innovativen Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien, mit deren Hilfe die Reichweite von Elektroautos erhöht und die Ladezeit verkürzt werden soll. Neben der Entwicklung leistungsfähiger Materialien müssen wir aber auch Themen wie geeignete Recyclingmöglichkeiten für Batterien, den verantwortungsvollen Einsatz von Ressourcen und die Nachhaltigkeit in der Lieferkette im Blick haben.“

Lithium weiterhin führendes Batteriematerial

Der Preisverleihung ging eine zweitägige Tagung voraus, an dem Spitzenkräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft teilnahmen – darunter auch der diesjährige Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stanley Whittingham. Die Experten diskutierten künftige Batteriematerialien, Alternativen zu Rohstoffen wie Lithium, nachhaltige Zellproduktion für Lithium-Ionen-Batterien und die Rolle der Digitalisierung bei der Entwicklung neuer Materialien. Der designierte Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stanley Whittingham sieht Lithium für die nächsten zwei Jahrzehnte weiter als das führende Batteriematerial. „Aber wir sollten die doppelte Energiedichte und die doppelte Reichweite für die gleiche Größe der Batterie erhalten können, die wir heute haben. Und hoffentlich nicht teurer als heute. Die Devise lautet: Kosten senken, Energiedichte steigern und die Sicherheit erhöhen. Solche Batteriezellen werden für jeden verfügbar sein“, sagte Whittingham am Rande der Tagung.

Die Gäste besichtigten auch das Center of Excellence (CoE), die neu eröffnete Pilotanlage zur Batterieforschung am Volkswagen Standort Salzgitter. Zudem wurde über die neusten Erkenntnisse in der Forschung und Entwicklung speziell in der Automobilbranche gesprochen. (sf)