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Das abgedichtete Kraftspannfutter ermöglicht eine schonende und präzise Spannung deformationsempfindlicher Bauteile. Das Futter baut sehr niedrig und lässt reichlich Platz für die Werkstücke und die Bearbeitung. (Bild: Schunk)

Damit steigt die Prozesssicherheit und die Wartungsintervalle verlängern sich. Das Drehfutter muss also deutlich seltener abgeschmiert oder gereinigt werden. Das Kraftspannfutter besteht aus einem zentralen Futterkolben, der drei unter 120° angeordnete innere Pendel trägt. Jedes Pendel ist mit zwei Grundbacken verbunden. Das Ergebnis ist eine Werkstückzentrierung zwischen sechs Berührungspunkten, die paarweise ausgemittelt werden. Da die Spannkräfte auf das Futterzentrum gerichtet sind, ergibt sich bei Rohteilen eine optimale Zentrierung ohne Überbestimmung des Werkstücks. Das Futter passt sich mit seinen pendelnden Backen genau an das Werkstück an. Bei konventioneller Backenspannung ermöglicht diese Konfiguration eine maximale Rundheit der Werkstücke. Im Vergleich zur Spannung in 3-Backenfuttern reduziert sich die Deformation bei ringförmigen Werkstücken um den Faktor 10. Bei der Fertigbearbeitung oder beim Spannen von vorgedrehten Flächen können Anwender die Pendel in Mittelstellung klemmen, so dass sich alle sechs Backen konzentrisch bewegen. Über eine Druckreduzierung am Spannzylinder kann die Spannkraft zwischen erster und zweiter Spannung variiert werden. Der steife Futterkörper sowie lange Backenführungen gewährleisten eine hohe Spannwiederholgenauigkeit und präzise Ergebnisse. Statt aufwendiger Systembacken und Sonderlösungen lassen sich auf der Backenschnittstelle Katalogbacken aus dem Standardspannbackenprogramm des Unternehmens einsetzen.

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