In diesem Zukunftsfeld setzt das Unternehmen vor allem auf Lasersintern und Extrusionstechnologie. Ziel ist, die 3D-Technologie weg vom Prototypenbau und hin zur Industrieanwendung zu führen. Werkstoffe für den 3D-Druck sind Luvosint für das Pulverbettverfahren und Luvocom 3F für extrusionsbasierte Verfahren, wie FFF. Diese sind auf die jeweiligen Druckverfahren und Anwendungen maßgeschneidert. Letzteres gibt es als Granulat und als Druckfilamente. Unter dem Namen Luvocom 3F Filament werden vier verschiedene Materialien angeboten. Es handelt sich um Produkte auf Basis von PA HT und PET, zwei sind dabei mit Kohlenstofffasern verstärkt. Die Werkstoffe stehen für eine besonders gute Verarbeitbarkeit, auch im unbeheizten Bauraum, Verzugsfreiheit und hohe Festigkeiten, besonders auch im Bauteil. Um auf diesem Weg voranzukommen, setzt das Chemieunternehmen auf außer­gewöhnliche 3D-Produkte. Eines davon ist ein mittels 3D-Druck hergestelltes 6,5 Meter langes Segelboot. Das dafür eingesetzte, mit Kohlenstofffasern verstärkte Hochleistungspolyamid verfügt über eine hohe Steifigkeit, Festigkeit und geringes Gewicht. Zudem wird über die Zusammenarbeit mit bekannten Druckerherstellern die reproduzierbare Qualität von Bauteilen gewährleistet. Auf der K 2019 präsentierten sich die Hamburger daher mit der Firma Ultimaker, einem Hersteller von 3D-Druckern. Dieser zeigte die neueste Maschinengeneration. Die 3F-Produkte sind bereits in der Maschinensoftware integriert, was das Starten des Druckvorgangs deutlich erleichtert. Damit sind industrielle Anwendungen, inklusive Serienfertigung, über 3D-Druck im FFF-Verfahren heute möglich und sorgen für eine technische und wirtschaftliche Alternative und Ergänzung zum Spritzgießverfahren.