3D-gedrucktes Modell eines Herzens, hergestellt mit dem neuen 3D-Drucker, der die Haptik, die Empfindlichkeit und die biomechanischen Eigenschaften der menschlichen Anatomie reproduziert. (Bildquelle:  Stratasys)

3D-gedrucktes Modell eines Herzens, hergestellt mit dem neuen 3D-Drucker, der die Haptik, die Empfindlichkeit und die biomechanischen Eigenschaften der menschlichen Anatomie reproduziert. (Bildquelle: Stratasys)

Mediziner können heutzutage zwischen Leichen, Tieren, traditionellen Modellen oder VR-Modellen wählen, die allerdings alle erhebliche Einschränkungen aufweisen. Der 3D-Drucker hingegen bildet die Reaktion von echtem Gewebe nach und kann überall ohne spezielle Vorkehrungen genutzt werden. Darüber hinaus können sich die Anwender auf bestimmte Pathologien konzentrieren. Das Jacobs Institute, Buffalo, USA, das sich auf die Beschleunigung der Geräteentwicklung in der Gefäßmedizin konzentriert, hat den 3D-Drucker getestet, um wichtige Gefäßkomponenten für fortgeschrittene Tests und Schulungen neu zu erstellen. Der 3D-Druck war im Vergleich zu Leichen- oder Tiermodellen besser für die patientenspezifische anatomische Nachbildung geeignet. Der entscheidende Schritt auf dem Weg zu realitätsgetreuen Organmodellen war jedoch die Haptik sowie die realistischen biomechanischen Eigenschaften wie bei echtem Gewebe. Die Modelle sorgen – nach Ansicht des Instituts – für die beste Möglichkeit, physiologische Bedingungen des Menschen auf struktureller Basis nachzubilden, um reale klinische Situationen zu simulieren und neue Hilfsmittel auf Wirksamkeit zu untersuchen, bevor sie am Patienten angewendet werden. In Verbindung mit dem 3D-Drucker stellt das Unternehmen auch die drei neuen Materialien  Tissue Matrix Gel Matrix und Bone Matrix für 3D-Druckanwendungen in den Bereichen Kardiologie, Gefäßmedizin und Orthopädie vor. Darüber hinaus kommt ein Reinigungsgerät für Blutgefäße auf den Markt, das Stützmaterial aus 3D-gedruckten Blutgefäßen entfernt.