v.l.n.r.: Lukas Intemann, Managing Director Ecoplast; Raimund Woitsch, Managing Director Ecoplast; Ton Emans, Präsident Plastics Recyclers Europe; Helmut Walch, Bürgermeister von Wildon; Guenter Stephan, Borealis Head of Mechanical Recycling  
(Bildquelle: Peter Reiter/ Boreali)s

v.l.n.r.: Lukas Intemann, Managing Director Ecoplast; Raimund Woitsch, Managing Director Ecoplast; Ton Emans, Präsident Plastics Recyclers Europe; Helmut Walch, Bürgermeister von Wildon; Guenter Stephan, Borealis Head of Mechanical Recycling
(Bildquelle: Peter Reiter/ Boreali)s

Im August 2018 übernahm Borealis, Wien, zusätzlich zu MTM Plastics und MTM Compact, einem der größten europäischen Produzenten von Post-Consumer-Polyolefinrezyklaten in Deutschland, die Ecoplast Kunststoffrecycling,  Wildon, Österreich, zu 100 Prozent. Das Unternehmen verarbeitet Post-Consumer-Kunststoffabfälle zu hochwertigen Rezyklaten, die primär, aber nicht ausschließlich, für den Kunststofffolienmarkt bestimmt sind. Die aktuell abgeschlossene Investition war bereits vor der Akquisition geplant.
Die Investition am Standort Ecoplast wird laut Borealis den steigenden Marktanforderungen für Recyclingmaterial gerecht und ermöglicht, die Produktionskapazität um 60 Prozent zu erhöhen. Das sichere die Marktnachfrage nach Low Density Polyethylen (LDPE)-Rezyklaten, die bevorzugt als Rohstoff für Folienverpackungen zum Einsatz kommen, und stelle die Versorgung bei gleichbleibend hoher Qualität sicher.

Kreislaufwirtschaft hat Priorität

„Das Vorantreiben der Kreislaufwirtschaft hat für Borealis höchste Priorität“, erklärt Lucrèce Foufopoulos-De Ridder, Vorstandsmitglied für den Bereich Polyolefine und Innovation & Technologie: „Die Investition am Standort Ecoplast ist von zentraler Bedeutung, um unsere Wachstumsziele im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft zu erreichen und bringt uns dem Ziel,unseren Recyclingoutput bis 2025 zu vervierfachen, einen Schritt näher.“
Die neue mechanische Recyclinganlage besteht aus einem vollautomatischen Verfahren zur Aufbereitung und Zerkleinerung von Kunststoffabfällen sowie einer optimierten Waschtechnologie und verbesserten automatischen NIR-Sortierschritten. Die verschiedenen Kunststoffsorten absorbieren die „Nah-Infrarot“-Wellen (NIR) aufgrund ihrer chemischen Beschaffenheit unterschiedlich und können daher mit hoher Sortenreinheit getrennt werden. Dies ermöglicht, bei gleichzeitiger Reduzierung der Abfallmengen, den Ertrag zu steigern und die Anlage wirtschaftlicher zu betreiben.
„Die Kernkompetenz von Ecoplast ist das Recycling von flexiblen Materialien aus stark kontaminierten Haushalts- und Gewerbeabfällen in ein Produkt, das für die die Herstellung von dünnwandigen Folienverpackungen geeignet ist“, so Lukas Intemann, Ecoplast Managing Director. „Die neue Anlage ermöglicht es uns, unsere mechanische Recyclingfähigkeit qualitativ wie auch quantitativ zu erweitern, wodurch unsere Kunden sowohl von einer deutlichen Kapazitätserhöhung als auch einer hohen und vor allen Dingen sehr konstanten Qualität profitieren.“