Im vorigen Leben Verpackung, jetzt Müllsack: Die 100.000 Sammelsäcke für den
Rhinecleanup-Day bestehen aus 100 Prozent recyceltem Haushaltsmüll. (Bildquelle: Reifenhäuser)

Im vorigen Leben Verpackung, jetzt Müllsack: Die 100.000 Sammelsäcke für den
Rhinecleanup-Day bestehen aus 100 Prozent recyceltem Haushaltsmüll. (Bildquelle: Reifenhäuser)

Die Macher des Projektes rufen dazu auf, die Ufer des Rheins zu säubern und wollen so verhindern, dass der Müll von den Ufern in den Rhein und somit in die Nordsee gelangt. Im vergangenen Jahr nahmen an der Umweltaktion rund 10.000 Menschen teil und sammelten 100 t Müll. Diesmal möchte das Team noch einen drauf setzen und die 200 Tonnen-Marke knacken. Immerhin hat die Initiative seit Mitte Mai Unterstützer in 100 Kommunen mobilisiert: „Wir erwarten dieses Mal 20.000 Menschen, die bei der Rheinsäuberung mit anpacken und ihren Beitrag gegen die Vermüllung des Rheinufers leisten“, prognostiziert Ingo Lentz vom Team Rhinecleanup.

Sammelsäcke aus Post Consumer Abfällen

Egal ob es um die Ausstattung der Helfer oder um den Abtransport des Mülls geht: Um ein Projekt in dieser Größe zu stemmen, ist Rhinecleanup auf Sponsoren und lokale Müllentsorger angewiesen. „Was für eine positive Nachricht, als Reifenhäuser signalisierte, unser Projekt unterstützen zu wollen“, so Lentz. Geboren wurde die Idee 2018 im Rahmen des Reifenhäuser Projektes Marine Litter, wo Lentz erstmals mit Mitarbeitern von Reifenhäuser in Kontakt kam. Dank des Netzwerkes und der richtigen Partner hatte das Projekt bald Hand und Fuß: Initiiert von Reifenhäuser, sagten die Erema Group, Ansfelden, Österreich, Verpa Folie Weidhausen, Weidhausen, und die Lobbe Gesellschaft FVH, Iserlohn, ihre Unterstützung zu. Das Ergebnis: 100.000 Müllsäcke aus 100 Prozent recyceltem Haushaltsmüll (Post Consumer Abfälle).

Für Anwendungen dieser Art kommt man in der Regel nicht um die Verwendung von Neumaterial herum. FVH hat das Granulat aus sortiertem Post Consumer Verpackungsabfall auf einer Erema-Anlage aufbereitet, die zuvor in der Lobbe-Aufbereitungsanlage sortiert wurde. Verpa hat die Folie auf einer Reifenhäuser-Blasfolienanlage produziert, bedruckt und die Säcke konfektioniert. Dank der Tatkraft und der guten Zusammenarbeit der vier Unternehmen ist die Rhinecleanup-Initiative noch nachhaltiger, denn gesammelt wird in Abfallsäcken, die im vorigen Leben Verpackungen waren. „Die Hands-on-Mentalität, mit der sich Rhinecleanup für die Umwelt einsetzt und so viele Menschen mobilisiert, ist bemerkenswert“, kommentiert Ulrich Reifenhäuser, CSO der Reifenhäuser Gruppe.

Die Rhinecleanup ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Düsseldorf, die sich für das Fördern des Umweltschutzes und des Umweltbewusstseins sowie des Naturschutzes und der Landschaftspflege entlang des Rheines, seiner Nebenflüsse und anliegender Städte einsetzt. (sf)