Feierlicher Spatenstich für den Hallenneubau von Smartpolymer Rudolstadt. Von links: Bürgermeister Jörg Reichl, LEG-Geschäftsführer Andreas Krey, TITK-Direktor und Smartpolymer-Geschäftsführer Benjamin Redlingshöfer, Ministerpräsident Bodo Ramelow, Landrat Marko Wolfram, Projektleiter Robert Moke vom Generalübernehmer C+P Bau aus Leipzig, Smartpolymer-Geschäftsführerin Ute Schubert und Smartpolymer-Betriebsleiter Marcel Schröter. (Bildquelle: TITK / Steffen Beikirch)

Feierlicher Spatenstich für den Hallenneubau von Smartpolymer Rudolstadt. Von links: Bürgermeister Jörg Reichl, LEG-Geschäftsführer Andreas Krey, TITK-Direktor und Smartpolymer-Geschäftsführer Benjamin Redlingshöfer, Ministerpräsident Bodo Ramelow, Landrat Marko Wolfram, Projektleiter Robert Moke vom Generalübernehmer C+P Bau aus Leipzig, Smartpolymer-Geschäftsführerin Ute Schubert und Smartpolymer-Betriebsleiter Marcel Schröter. (Bildquelle: TITK / Steffen Beikirch)

„Da unser Produktprogramm weiter wächst, geben wir Smartpolymer nun mehr Raum“, begründet Geschäftsführer Benjamin Redlingshöfer das Bauvorhaben. Die neue Halle entsteht in direkter Nachbarschaft des momentanen Standorts. „Dort agieren wir derzeit unter recht beengten Bedingungen“, sagt Redlingshöfer. Er dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass sie es bislang trotzdem immer geschafft haben, den steigenden Bedarf zuverlässig zu bedienen.

Spezialfaserproduktion und Beflockung benötigen mehr Platz

In der neuen Halle erhalten nun zwei wichtige Produktbereiche zukunftssichere Bedingungen. So werden dort ab Sommer 2020 Spezialfasern produziert, die als Sicherheitselemente (Identitäts- und Plagiatsschutz) in Textilien oder anderen Materialien stecken. Gleichzeitig findet hier die Herstellung beflockter Applikatoren ihren neuen Platz.

Das Produktionsgebäude entsteht auf einer Grundfläche von rund 1.600 m², auf weiteren 300 m² schließt sich ein Büro- und Sanitärtrakt an. Das Bauvorhaben wird von der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Thüringen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. „In Vorbereitung dieser Investition entstanden bereits drei neue Arbeitsplätze, weitere sind im Rahmen der Kapazitätserweiterung nicht ausgeschlossen“, sagt Smartpolymer-Betriebsleiter Marcel Schröter. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei Auszubildende. Die gesamte TITK-Gruppe zählt aktuell mehr als 200 Wissenschaftler, Entwickler und technische Mitarbeiter.

Smartpolymer war 2014 gegründet worden, um Neuentwicklungen aus dem Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) verfügbar zu machen. Vom Industrie- und Gewerbepark Rudolstadt-Schwarza aus vermarktet die TITK-Tochter nicht nur polymere Funktions- und Konstruktionswerkstoffe, sondern auch die daraus entwickelten Produkte und Verfahren. Neben den Funktionsfasern der Cell-Solution-Familie sind das beispielsweise beflockte Applikatoren für die Kosmetikbranche oder Kälte- und Wärmespeichermedien mit integriertem Phasen-Wechsel-Material. Weiterhin übernimmt das Unternehmen auch die individuelle Anpassung oder Neuentwicklung von Additiven, Compounds und Polymeren. (sf)