Die Düse ist besonders für die Verarbeitung technischer Kunststoffe mit engen Prozessfenstern sowie von faserverstärkten Materialien geeignet. (Bildquelle: Ewikon)

Die Düse ist besonders für die Verarbeitung technischer Kunststoffe mit engen Prozessfenstern sowie von faserverstärkten Materialien geeignet. (Bildquelle: Ewikon)

Die HPS III-MV Mehrfachdüse für die vertikale Anspritzung von Formteilen ist in einer neuen und noch leistungsfähigeren Version erhältlich. Mit optimierter Einbaugeometrie sowie in das Druckrohr integrierter Wendelrohrpatronenheizung mit äußerst stabilem Temperaturprofil bietet die Düse Heißkanaltechnik auf dem neuesten Stand. Damit ist sie besonders für die Verarbeitung technischer Kunststoffe mit engen Prozessfenstern sowie von faserverstärkten Materialien geeignet, beispielsweise in den Bereichen Elektronikbauteile, technische Teile und Automotive.

Mit zwei Düsenkörperdurchmessern sowie mehreren verfügbaren Spitzengrößen sind zwei bis maximal sechs Anbindungen mit Teilkreisdurchmessern von 10,5 mm bis 25 mm möglich. Damit kann die Düse optimal an Anwendung, Schussgewicht und verarbeitetes Material angepasst werden. Die Frontmontageoption ermöglicht eine besonders einfache Wartung, da für einen Spitzenwechsel nur die Konturplatte demontiert werden muss. Zusätzlich ist eine Einzeldüsenversion verfügbar. Da das Mehrfachdüsenkonzept Teile der Schmelzeverteilung bereits in die Düse integriert, kann das Verteilersystem auch bei hochfachigen Werkzeugen vergleichsweise klein und kompakt gehalten werden. Dies reduziert die Gesamtfließweglänge und erleichtert damit die Verarbeitung verweilzeitkritischer Materialien wie POM sowie die Direktanbindung von Kleinstteilen oder Mikroteilen. Gleichzeitig wird ein besonders energieeffizienter Betrieb möglich, da Wärmeverluste über die Kontaktstellen zwischen Heißkanal und Werkzeug maßgeblich reduziert werden.

Digitales Prozessüberwachungssystem

Die kompakte Prozessüberwachungs- und Diagnoseeinheit ist optional für neue Heiße Seiten erhältlich. (Bildquelle: Ewikon)

Die kompakte Prozessüberwachungs- und Diagnoseeinheit ist optional für neue Heiße Seiten erhältlich. (Bildquelle: Ewikon)

Mit Smart Control zeigt das Unternehmen das weltweit erste digitale Prozessüberwachungssystem für Heißkanalsysteme und geht damit einen weiteren Schritt in Richtung Industrie 4.0. Die kompakte Prozessüberwachungs- und Diagnoseeinheit ist optional für neue Heiße Seiten erhältlich und wird fertig verdrahtet und platzsparend auf dem Verdrahtungskasten montiert geliefert. Das Prozessüberwachungssystem überwacht, analysiert und protokolliert alle relevanten Prozess- und Systemparameter über die komplette Lebensdauer eines Werkzeugs und ermöglicht damit dem Spritzgießer mehr Transparenz im Fertigungsprozess. Daten wie Düsen- und Verteilertemperaturen des Heißkanalsystems, Produktions- und Stillstandszeiten der Spritzgießform sowie Zykluszahlen werden permanent erfasst und gespeichert.

Beim Auftreten von Störungen ist durch Datenübermittlung an das Unternehmen eine frühzeitige Ferndiagnose möglich. (Bildquelle: Ewikon)

Beim Auftreten von Störungen ist durch Datenübermittlung an das Unternehmen eine frühzeitige Ferndiagnose möglich. (Bildquelle: Ewikon)

Bei Überschreitung definierter Grenzwerte kann eine Warnmeldung ausgegeben und auf Wunsch auch per E-Mail versendet werden. Die Daten können über WLAN oder Ethernet ausgelesen werden. Eine von dem Unternehmen entwickelte browserbasierte Benutzeroberfläche, auf die über IP-Adresse von mobilen Endgeräten oder über das Firmennetzwerk zugegriffen werden kann, ermöglicht eine übersichtliche Visualisierung der Daten. Beim Auftreten von Störungen ist durch Datenübermittlung an das Unternehmen eine frühzeitige Ferndiagnose möglich, was eine erhebliche Zeitersparnis bei der Veranlassung einer zielgerichteten Wartung bedeuten kann und damit die Stillstandszeiten des Werkzeugs minimiert. Eine Verarbeitung zusätzlicher Digitalsignale ist über drei Digitaleingänge und zwei Digitalausgänge möglich.

Zuverlässige und prozesssichere Verarbeitung

Je nach verwendetem LSR-Typ sind die wassergekühlten Kaltkanaldüsen mit verschiedenen Spitzenvarianten erhältlich. (Bildquelle: Ewikon)

Je nach verwendetem LSR-Typ sind die wassergekühlten Kaltkanaldüsen mit verschiedenen Spitzenvarianten erhältlich. (Bildquelle: Ewikon)

Das Coolshot Hochleistungs-Kaltkanalsystem ermöglicht die zuverlässige und prozesssichere Verarbeitung unterschiedlichster LSR-Typen. Eine Schlüsseltechnologie bildet dabei die Elektro-Nadelverschlusstechnik, die das Unternehmen als Pionier und Technologieführer bereits seit Jahren erfolgreich in der Heißkanaltechnik einsetzt. In LSR-Werkzeugen erlauben die verwendeten Linear-Schrittmotoren durch hochpräzise Positionierung der Verschlussnadeln in 0,01 mm Schritten eine perfekte Feinbalancierung der Formfüllung. Da eine Längenabstimmung der Nadel jederzeit ohne Zyklusunterbrechung über die Steuereinheit vorgenommen werden kann und nicht manuell am Werkzeug erfolgen muss, wird der Zeitaufwand für die Einrichtung des Systems sowie für Nachjustagearbeiten im laufenden Produktionsprozess erheblich reduziert. Die leistungsfähige Steuertechnik verfügt über eine komfortable Touch-Screen-Bedienung. Mittels Tablet (iOS, Android, Windows) und VNC-Viewer ist auch der Zugriff per Remote-Control möglich. Je nach verwendetem LSR-Typ sind die wassergekühlten Kaltkanaldüsen mit verschiedenen Spitzenvarianten erhältlich. Damit wird eine auf den Prozess abgestimmte thermische Trennung erreicht, die es ermöglicht, auch bei kälteren Formtemperaturen schnelle Zykluszeiten zu realisieren.

 

Halle/Stand   1/C 11

 

 

Über den Autor

Henning Becker

ist Leiter Werbung/PR bei Ewikon in Frankenberg.