Dr. Ing. Roland Böcking ist neues Mitglied des Board of Directors des IIW. (Bildquelle: DVS)

Dr. Ing. Roland Böcking freut sich über seine Wahl ins Board of Directors des IIW. (Bildquelle: DVS)

Deutschland ist nunmehr mit drei Mitgliedern in diesem Gremium des Internationalen Verbandes für Schweißtechnik vertreten, dem bereits Professor Dr.-Ing. habil. Thomas Böllinghaus, Vizepräsident der BAM Berlin, und Dipl.-Ing. Christian Ahrens, International Welding Consultant, Duisburg, angehören. Sie konnten DVS-Hauptgeschäftsführer Dr. Ing. Roland Boecking als Kollegen begrüßen.
Der Präsident des IIW, Douglas Luciani aus Kanada, konnte zur Generalversammlung zahlreiche Vertreter der IIW-Mitgliedsorganisationen aus 55 Ländern in Bratislava/Slowakei begrüßen. Wichtige Themen wurden in der Versammlung besprochen, Entscheidungsvorlagen vorgestellt und darüber abgestimmt.
Dr. Boecking empfindet es als eine Ehre, in das Board of Directors aufgenommen zu werden. Er freut sich auf die anstehenden Aufgaben im IIW. „Die nächsten Monate werden sicherlich intensiv und spannend“, meint der DVS-Hauptgeschäftsführer. Denn zum 1. Januar 2020 wird der Sitz des IIW von Paris, Frankreich, nach Genua, Italien, verlagert. Der neue Hauptgeschäftsführer des IIW wird Dr. Luca Costa vom italienischen Schweißverband, der dazu sein Amt als Schatzmeister des IIW niederlegte. Der bisherigen Hauptgeschäftsführerin des IIW, Dr. Cecile Mayer vom französischen Institut für Schweißtechnik, wurde für ihre langjährige verdienstvolle Tätigkeit gedankt.

Drei Auszeichnungen für Deutschland

Auch aus anderer Sicht war die sechstägige internationale Veranstaltung für Deutschland bedeutend. Denn bei der Verleihung der IIW-Awards auf der Jahresversammlung konnten sich gleich zwei deutsche Wissenschaftler über eine Auszeichnung freuen. So erhielt Dipl.-Ing. Alexander Nitsche, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Schweißtechnik der TU Chemnitz, für seine Arbeit zum Thema „Solidification phenomena in creep resistant 9Cr weld metal and their implications on mechanical properties“ den Henry-Granjon-Preis der Kategorie B. Ebenfalls den Henry-Granjon-Preis, aber in der Kategorie C, bekam Dr.-Ing. Jonas Hensel, Institut für Füge- und Schweißtechnik der TU Braunschweig, für seine Untersuchungen zum Thema „Mean stress correction in fatigue design unter consideration of welding residual stress“.

Im Rahmen der IIW-Ehrungen zeichneten die Veranstalter, das slowakische Welding Research Institute und der Slowakische Schweißverband, einige verdiente Personen für deren herausragende Beitrag zur Entwicklung der Schweißtechnik mit der „Memorial Medal of Jozef Čabelca“ aus. Dazu gehörte auch der langjährige Vorsitzende des DVS-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Dr.-Ing. Hans Georg Groß, der seit vielen Jahren den DVS in den Ländern Osteuropas vertritt und sich im slowakischen Verband durch aktive Unterstützung verdient gemacht hat. (sf)