Eine Initiative von den Kunststofferzeugern, Team Kunststoff und der Messe Düsseldorf steht für die Initiative "Gemeinsam für den Gewässerschutz". (Bildquelle: Plastics Europe)

Die Initiative der Kunststofferzeuger Deutschland, Team Kunststoff und der Messe Düsseldorf setzt sich „Gemeinsam für den Gewässerschutz“ ein und führt mit Clean River Project die Cleanup Tour 2019 durch. (Bildquelle: Plastics Europe)

Auch die Kunststofferzeuger in Deutschland setzen sich für saubere Flüsse, Seen und Meere ein. Sie arbeiten dafür unter anderem mit Wassersportverbänden, dem Team Kunststoff und der Messe Düsseldorf in der Initiative „Gemeinsam für mehr Gewässerschutz“ zusammen. Daraus ist nun eine Kooperation bei der Cleanup Tour 2019 des Clean River Projects erwachsen, teilen beide Organisationen doch dieselbe Botschaft: Müll gehört nicht in Landschaft und Gewässer!

Cleanup Tour 2019

Ziel der Cleanup Tour von Koblenz bis nach Berlin ist es, mehrere Fluss- und Uferabschnitte von Abfällen zu befreien und über das Problem der Plastikmüllverschmutzung zu informieren. Am Mittwoch, 14. August beim Cleanup in Düsseldorf werden neben Freizeitkanuten und Umweltschützern auch einige Vertreter der Messe Düsseldorf und des Verbands der Kunststofferzeuger mitpaddeln und Müll sammeln. Anknüpfungspunkt ist die alle drei Jahre in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt stattfindende Kunststoffmesse K. Der nächste Termin ist im Oktober 2019, Themen wie Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung nehmen dort eine große Rolle ein.
Ebenfalls mit an Bord bei der Paddel- und Sammelaktion am 14. August sind Vertreter und Vertreterinnen des Team Kunststoff, der Sponsoringinitiative der Kunststofferzeuger in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 sind die Kanunationalmannschaften des Deutschen Kanuverbands Teil der Initiative und setzen sich gemeinsam mit Plastics Europe Deutschland für den Gewässerschutz ein.

Abschnitte auf 800 Flusskilometern werden gereinigt

Start der Paddeltour des Clean River Projects ist am 9. August Koblenz. Über die Cleanup-Stationen Köln, Düsseldorf, Oberhausen, Hannover und Magdeburg endet der Weg der Umweltschützer schließlich nach rund 800 Flusskilometern am 6. September in der Bundeshauptstadt. Hier gibt es neben der Gelegenheit zur Information über die Folgen von Kunststoffabfall in den Gewässern auch die Chance, bis zum 22. September eine Fotokunstausstellung zum Thema zu besuchen.
Wenn das Clean River Project dann im September über Havel und Spree nach Berlin einfährt, wird das Projekt zudem ein länderübergreifendes sein: Der polnische Umweltaktivist Dominik Dobrowolski wird im Zuge der von ihm ins Leben gerufenen Recycling Rejs von Polen (Wrocław) nach Deutschland paddeln und sich der Tour anschließen. Auch bei Dobrowolski ist
das Ziel, für das Problem von Müll im Meer zu sensibilisieren. Denn jeder kann dazu beitragen, dass Kunststoffmüll aus unserer Umwelt verschwindet und auch der kleinste Beitrag zählt.
Unterstützt wird der Umweltschützer bei der Reycling Rejs bereits seit 2011 von Plastics Europe Polska. Die Kunststofferzeuger helfen so auch in Polen mit, Menschen vor Ort für den Gewässerschutz zu sensibilisieren. Und auch in Berlin wird es wieder prominente
Unterstützung durch das Team Kunststoff geben: Einige Nationalmannschaftskanuten aus der Region schließen sich dort erneut der Müllsammelaktion auf dem Wasser an.

Kunststoff zu wertvoll zum Wegwerfen

„Ein Großteil des Plastikmülls in den Meeren stammt von Landseite beziehungsweise wird über die Flüsse eingetragen“, so Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer Plastics Europe Deutschland zum Engagement der Kunststofferzeuger. „Gelingt es uns, diese Einträge zu verringern, ist für die Ozeane viel gewonnen. Bei der Unterstützung des beachtlichen Clean River Projects möchten wir unseren Teil zur Aufklärung der Verbraucher beim Gewässerschutz beitragen. Denn generell gilt: Kunststoffe sind zu schade zum Wegwerfen. Sie erfüllen wichtige Funktionen beispielsweise als Leichtbaukomponenten für die moderne Mobilität, innovatives Medizinprodukt oder schützende Verpackung für sensible Produkte, und können am Ende ihrer Nutzenphase stofflich oder energetisch verwertet werden.“ (sf)