Im zweiten Quartal hat Simona die zunehmende Abkühlung der Weltwirtschaft gespürt und die Wachstumsdynamik hat nachgelassen. Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von 116,5 Mio. EUR erzielt und damit 9,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal (106,2 Mio. EUR). Im ersten Quartal 2019 hatte das Wachstum noch 12,4 Prozent betragen.

Umsatzerlöse in Nordamerika stark

Insgesamt war das erste Halbjahr von einem hohen Wachstum in den USA geprägt. Durch eine gute Entwicklung im Aviationgeschäft und der erstmaligen Einbeziehung des im August 2018 akquirierten Extrusionsunternehmens Simona PMC konnten die Umsatzerlöse in Nordamerika um 36,9 Prozent auf 69,8 Mio. EUR gesteigert werden. Damit wurde im ersten Halbjahr fast ein Drittel des weltweiten Konzernumsatzes in Nordamerika erwirtschaftet. In Europa litt das Geschäft mit Halbzeugen unter der nachlassenden Konjunktur, eine Ausnahme bildete Deutschland. Dank einer starken Entwicklung im Geschäft mit Rohren und Formteilen konnten die Umsatzerlöse in Europa insgesamt moderat um 2,6 Prozent auf 142,3 Mio. EUR (Vorjahr 138,7 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Entwicklung in Asien litt unter einem schwachen ersten Quartal, im zweiten Quartal konnte Simona hier aufholen. Insgesamt stagnierten die Umsätze in Asien in den ersten sechs Monaten bei 15,4 Mio. EUR (Vorjahr 15,2 Mio. EUR).
Das Wachstum des ersten Quartals wurde von beiden Produktbereichen getragen. Erfreulich ist die Entwicklung mit Rohren und Formteilen. Der Produktbereich profitiert von einer strategischen Neuausrichtung mit Produktoffensiven und hat die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr um 16,9 Prozent auf 46,4 Mio. EUR (Vorjahr 39,7 Mio. EUR) steigern können. Im Produktbereich Halbzeuge und Fertigteile wurden Umsatzerlöse von 181,1 Mio. EUR erzielt und damit ein Zuwachs von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (165,2 Mio. EUR).

Prognostiziertes Ergebnis erreicht

Das operative Konzernergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr beträgt 18,1 Mio. EUR, nach 18,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge ist von 9,1 Prozent im Vorjahr auf 8,0 Prozent im Berichtszeitraum gesunken. Das EBITDA beträgt 26,6 Mio. EUR (Vorjahr 25,9 Mio. EUR). „Mit dem Ergebnis der ersten sechs Monate sind wir insgesamt zufrieden. Das Ergebnis liegt am oberen Rand unserer Prognose von 6 bis 8 Prozent für das Gesamtjahr. Einem hohen Ergebnisbeitrag aus dem USA-Geschäft steht jedoch ein rückläufiges Ergebnis im Halbzeuggeschäft in Europa gegenüber. Wir arbeiten in einem internen Projekt an der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Halbzeuggeschäfts durch Marktausweitung, strukturelle Veränderungen in den Produktionswerken, aber auch der Fokussierung auf wachsende Produktbereiche. Mit der Profitabilität unseres Produktbereichs Rohre und Formteile im ersten Halbjahr sind wir dagegen sehr zufrieden“, so Wolfgang Moyses, CEO Simona.
Der Ausblick auf das zweite Halbjahr ist durch eine zunehmende Verschlechterung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen getrübt. Die Risiken und damit die Unsicherheit bei Kunden nehmen zu. Aufgrund der Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr geht der Konzern davon aus, die im April dieses Jahres abgegebene Prognose eines Jahreskonzernumsatzes von 435 bis 450 Mio. EUR erreichen zu können, auch wenn im zweiten Halbjahr saisonbedingt geringere Umsatzerlöse zu erwarten sind. Die prognostizierte EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent ist vor dem Hintergrund eines sich deutlich abschwächenden globalen Wirtschaftswachstums sowie eines zu erwartenden geringeren Ergebnisbeitrags in der zweiten Jahreshälfte ambitioniert.