Spritzgießmaschinen gehören zu den Kernkompetenzen des amerikanischen Konzerns. (Bildquelle: Milacron)

Spritzgießmaschinen gehören zu den Kernkompetenzen des amerikanischen Konzerns. (Bildquelle: Milacron)

Die Transaktion sei von beiden Vorständen einstimminig beschlossen worden, hieß es weiter. Die Milacron-Gruppe (Umsatz 2018: 1,26 Mrd. USD) hat die Marken Milacron, Mold-Masters, DME, Ferromatik and Cimcool im Portfolio und ist unter anderem in den Bereichen Spritzgießen, Extrusion, Heißkanaltechnik und Werkzeugbau tätig. Die Blasform-Sparte Uniloy wurde kürzlich an eine  Investorengruppe verkauft.

Wachstum als diversifizierter Industriekonzern angestrebt

Hillenbrand ist ein global agierendes Industriekonglomerat, dessen Gruppenunternehmen 2018 insgesamt 1,77 Mrd. USD umsetzen. Zum Firmenportfolio gehört unter anderem der Extrusions- und Compoundierspezialist Coperion. Darüberhinaus reicht der Tätigkeitsbereich der Gruppe von Pumpen, industrielle Absiebungstechnik über Flow-Control-Systeme bishin zu Produkten für das Bestattungswesen. Die Übernahme von Milacron stellt gemäß Mitteilung einen entscheidenden Schritt in der Vision von Hillenbrand dar, ein weltweit führendes, diversifiziertes Industrieunternehmen zu werden. Zusammen werde das fusionierte Unternehmen über eine höhere Größenordnung und eine sinnvolle Produktdiversifizierung verfügen, wodurch es seine Fähigkeit, Kunden durch komplementäre Technologien entlang der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette zu bedienen, verbessern werde – einschließlich der Herstellung von Kunststoffbasisharzen, der Compoundierung, der Verarbeitung von extrudierten und spritzgegossenen Produkten sowie des Recyclings.

„Diese Transaktion verändert unser Portfolio und unser Produktangebot sinnvoll, indem sie Milacrons führende Technologielösungen und eine beträchtliche installierte Kundenbasis hinzufügt, um uns zu helfen, langfristiges Wachstum zu erzielen“, sagte Joe Raver, Präsident und CEO von Hillenbrand. „Milacron richtet sich nach unserer profitablen Wachstumsstrategie und unserem Akquisitionsrahmen, und wir erwarten, dass die zusätzlichen Fähigkeiten aus den leistungsstarken Segmenten die Generierung des freien Cashflows beschleunigen und die Margen im gesamten Unternehmen verbessern werden.“ Er habe großen Respekt vor den fähigen Milacron-Mitarbeitern, ergänzte Raver.

Kunststofftechnik-Unternehmen will Aufwärtspotenzial nutzen

„Nach sorgfältiger Prüfung kam unser Vorstand einstimmig zu dem Schluss, dass eine Fusion mit Hillenbrand eine einzigartige Gelegenheit darstellt, den Milacron-Aktionären einen signifikanten und unmittelbaren Wert zu bieten und die Möglichkeit zu schaffen, vom Aufwärtspotenzial des kombinierten Unternehmens zu profitieren“, kommentierte Milacron-CEO Tom Goeke. Hillenbrand verfüge über eine enorme Erfolgsbilanz bei der Steigerung von Wachstum und Wertsteigerung seines Portfolios an hoch entwickelten Produkten.