Unbeschichteter keramischer Industrie-Filter  (Bildquelle: Hennecke)

Unbeschichteter keramischer Industriefilter (Bildquelle: Hennecke)

Die Herausforderung im Rahmen des Projekts bestand darin, die vielen nanobeschichteten Einflusskanäle nicht zu verschließen, sondern nur die ungeschützten Stege dazwischen zu benetzen, um so einem abrasiven beziehungsweise chemischen Einfluss mit dem zu filternden Medium länger standzuhalten und die Filterstandzeit wirksam zu erhöhen. Dabei wurden mögliche Sprühabstände, Austragsmengen und Roboter-Verfahrgeschwindigkeiten simuliert. Unter der Annahme, dass eine gewisse Oberflächenspannung des Materials die Lösung der Aufgabe herbeiführen könnte, wurden Versuche eingeplant, um die Theorie in der Praxis zu verifizieren. Zum Einsatz kam hierbei die Hochdruck-Dosiermaschine Microline für die präzise Dosierung kleinster Austragsmengen mit robotergeführtem MN6-Sprühmischkopf. Bereits die ersten Schüsse sahen sehr vielversprechend aus und die erhofften physikalischen Effekte hatten sich bestätigt. Es war sogar möglich, zwei verschiedene Systeme zu verarbeiten und auf diese Weise die spezifischen Vor- und Nachteile zu eruieren. Innerhalb des Versuchszeitraums wurden die optimalen Prozessparameter ermittelt und einige Prototypen für weitere Tests und einen Feldversuch hergestellt. Anschließend konnte die Produktionsanlage installiert werden. Nach weniger als einem halben Jahr war hier eine getaktete Serienfertigung integriert. Das Know-how aus den Vorversuchen konnte verfahrenstechnisch an die Anlagenbediener weitergegeben werden. Dieses Beispiel zeigt, welche Möglichkeiten das Techcenter bereithält. In weniger als zwei Jahren Entwicklungszeit ist aus einer Idee und dem Erstkontakt eine Produktionsanlage für ein optimiertes Serienbauteil geworden.