Werner Berens (li.) und Michael Lambert bilden den Vorstand der Vecoplan. (Bildquelle: Vecoplan)

Werner Berens (li.) und Michael Lambert bilden den Vorstand der Vecoplan. (Bildquelle: Vecoplan)

Vecoplan hat allen Grund zum Feiern, denn sein Weg begann im Juni 1969 – also genau vor 50 Jahren. Zu dieser Zeit war das Thema Recycling in der Allgemeinheit eigentlich noch kein Thema. Irene Scheidweiler war damals erst 22 Jahre alt, als sie mit zwei Partnern in Bad Marienberg die Firma gründet. Mit unternehmerischem Weitblick sah sie das Potenzial, das in der neuen Branche steckte und entwickelte zuerst einen Hacker und dann mit dem Vecoplan-Abfall-Zerkleinerer (VAZ) Zerkleinerungsmaschinen.

Im Bereich Recycling/Waste bietet das Unternehmen Zerkleinerungs- und Aufbereitungslösungen sowie Gesamtkonzepte für die werkstoffliche und thermische Aufbereitung von Haus- und Gewerbemüll, Kunststoff, Papier und für die Herstellung von Ersatzbrennstoffen sowie Lösungen für die Akten- und Datenvernichtung.

Um die Betreiber bei ihrer Arbeit optimal zu betreuen, legen die Westerwälder viel Wert auf einen umfangreichen Service. Dieser umfasst die tägliche, telefonische Erreichbarkeit rund um die Uhr, Schulungen, Wartungen, Ersatzteilservice oder auch Unterstützung bei Modernisierungen und Erweiterungen der Maschinen und Komponenten. Eine besondere Dienstleistung ist der „Live-Service“: Mit diesem Industrie-4.0-Wartungs-Tool erhalten Anwender sofort Onlinehilfe.

Raum für Entwicklung geschaffen

Vecoplan eröffnete 2014 auf einer Fläche von 1.200 m² ein Technologiezentrum. Anhand von Versuchen mit dem jeweiligen Aufgabematerial können dort individuelle Maschinenkonfigurationen zusammengestellt werden.

Die mittlerweile rund 400 Mitarbeiter arbeiten in Bad Marienberg sowie in den Niederlassungen und Vertriebsbüros in den USA, Großbritannien, Spanien, Österreich und seit in diesem Jahr auch in Polen. Die Stammmärkte bilden Kanada, die USA und insbesondere Europa. Die Anlagen werden aber auch in der Türkei oder in Schwellenländern auf dem südamerikanischen Kontinent eingesetzt. Die Exportquote liegt heute bei über 80 Prozent.

1995 wurde die Vecoplan eine Tochtergesellschaft der heutigen M.A.X. Automation in Düsseldorf. Und die Firmengründerin? Irene Scheidweiler blieb bis 2012 Geschäftsführerin beziehungsweise Vorstand. Anschließend wechselte sie in den Aufsichtsrat und hat in dieser Funktion Vecoplan bis 2018 begleitet. Heute wird das Unternehmen von den Vorständen Werner Berens und Michael Lambert geleitet. Berens stieg 2012 ein und verantwortet die einzelnen Geschäftsbereiche sowie die Supply Chain Aktivitäten. Seit 2019 ist Michael Lambert zweiter Vorstand. Er leitet den kaufmännischen Bereich und fungiert als Geschäftsführer der europäischen Tochtergesellschaften. (sf)