In diesen Tagen begeht das Faust Kunststoffwerk, Glandorf, sein 50jähriges Firmenjubiläum. Das Leistungsspektrum reicht heute von der Entwicklung und Konstruktion über Werkzeugbau, Spritzgießen, Tampon- und Siebdruck und Lackieren bis zum Ultraschallschweißen und kompletter Baugruppenmontage. Auf 40 Spritzgießmaschinen mit Schließkräften von 250 bis 4200 kN und automatischer Teileentnahme werden technische Spritzgussteile aus sämtlichen thermoplastischen Kunststoffen für nahezu die gesamte Industrie hergestellt, vom kleinsten Präzisionsteil mit 1 g bis zum Großteil mit 1,2 kg. Die hierfür erforderlichen Werkzeuge kommen aus dem eigenen Werkzeugbau.


Angefangen hatte alles in dem 1953 von Werkzeugmacher Erwin Faust mit seiner Frau gegründeten Stanzbetrieb M. Faust & Co. in Gütersloh, der Zubehör für Herrenhemden produzierte. Bald gehörte das Unternehmen zu den ersten Herstellern von Kunststoff- und Celloidwaren, und die Räumlichkeiten in Gütersloh wurden zu eng. Schon 1956 zog Faust nach Glandorf-Averfehrden um. Dort bestehende Gebäude wurden umgebaut und im Lauf der Jahre immer wieder erweitert.


Seit 1987 leitet die Schwiegertochter der Firmengründer, Ursula Faust, als geschäftsführende Gesellschafterin das Kunststoffwerk, das mittlerweile 80 Mitarbeiter beschäftigt. Sie geht davon aus, dass das für 2003 erwartete Umsatzvolumen von 8,5 Mio. EUR in den kommenden Jahren weiter wachsen wird.