Diversität bedeutet Zukunftssicherheit, Flexibilität bei gesellschaftlichen Veränderungen und Attraktivität als Arbeitgeber für Beschäftigte. (Bildquelle: Faurecia)

Diversität bedeutet Zukunftssicherheit, Flexibilität bei gesellschaftlichen Veränderungen und Attraktivität als Arbeitgeber für Beschäftigte. (Bildquelle: Faurecia)

Deutsche Beschäftigte aller Altersgruppen sehen in der gelebten Vielfalt von Unternehmen mehrheitlich einen wichtigen Gradmesser für die Zukunftsfähigkeit ihres Arbeitgebers (57 Prozent). Außerdem trauen sie einem Unternehmen mit stark ausgeprägter Vielfalt eher zu, gut mit dem gesellschaftlichen Wandel zurechtzukommen (55 Prozent). Für 53 Prozent aller Befragten steigert Vielfalt im Unternehmen zudem die Attraktivität des Arbeitgebers.

Wer Diversität lebt, punktet vor allem bei jüngeren Mitarbeitern

Die junge Zielgruppe der unter 25-Jährigen empfindet Vielfalt als besonders wichtiges Kriterium für die Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens (64 Prozent) an gesellschaftliche Veränderungen. Mit zunehmendem Alter verringert sich dieser Wert deutlich: Nur noch 53 Prozent der Arbeitnehmer über 45 Jahre und 52 Prozent der Arbeitnehmer über 55 Jahre sehen das ebenfalls so. Ein weiterer starker Unterschied in den Altersgruppen: In den Augen junger Arbeitnehmer unter 25 Jahren steigert die Diversität des Arbeitsgebers außerdem die Mitarbeitermotivation (66 Prozent). Dieser Wert stieg im Vergleich zu 2017 deutlich um 10 Prozentpunkte. In der Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren glauben dagegen weiterhin 50 Prozent an einen positiven Einfluss von Diversität auf die Mitarbeitermotivation, in der Gruppe zwischen 55 und 65 Jahren sind es nur noch 48 Prozent – 4 Prozentpunkte weniger als 2017 (52 Prozent).

Vielfalt: Ein weiter Begriff

Was genau bedeutet der Begriff „Vielfalt“ in einem Unternehmen eigentlich? Fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) wissen im Jahr 2019 hierauf eine Antwort – 2017 lag dieser Wert bei nur 69 Prozent. Immerhin einem Viertel der Befragten (26 Prozent) fällt spontan nichts dazu ein, vor zwei Jahren war es noch fast ein Drittel (31 Prozent).

Als persönliche Vorteile einer gelebten Vielfalt im Unternehmen nennt knapp die Hälfte der Befragten eine bessere Stimmung (47 Prozent), ein angenehmeres Arbeitsklima (47 Prozent) sowie eine höhere Motivation im Team (42 Prozent). Unter den jüngeren Arbeitnehmern erwarten sogar 62 Prozent ein besseres Arbeitsklima in einem vielfältigen Unternehmen. Dagegen sind nur 3 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Vielfalt keinen der genannten Faktoren verbessert.

Junge Generation legt fast doppelt so viel Wert auf Vielfalt wie ältere

Deutliche Generationsunterschiede zeigen sich beim Beurteilen der Wichtigkeit: Insgesamt 62 Prozent der unter 25-jährigen Befragten geben an, dass eine auf Vielfalt basierende Unternehmenskultur für sie wichtig oder sehr wichtig ist – ein Anstieg von 8 Prozentpunkten gegenüber 2017. Im Gegensatz dazu ist die Wichtigkeit von Vielfalt für Arbeitnehmer zwischen 45 und 54 Jahren um 3 Prozentpunkte auf 35 Prozent gesunken. Andreas Marti, Geschäftsführer Personal der Faurecia Automotive, kommentiert: „Für viele jüngere Arbeitnehmer ist gesellschaftliche Vielfalt eine Selbstverständlichkeit, die sie auch in ihrem Arbeitsumfeld erwarten. Deswegen ist es für Unternehmen umso wichtiger, das offene und tolerante Miteinander in allen Altersklassen zu fördern und die Vorteile von Diversität entsprechend auch an alle Altersklassen zu kommunizieren.“

Auch das wahrgenommene Umsetzen von Diversität in Unternehmen ist altersabhängig

Wie bereits zwei Jahre zuvor geben 91 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen Diversität aktiv fördert. Befragt nach den wahrgenommenen Maßnahmen werden vor allem flexible Arbeitszeiten genannt (55 Prozent) sowie alters- oder behindertengerechte Arbeitsplätze (35 Prozent) und die Berücksichtigung des Vielfaltsaspekts bei der Auswahl von Bewerber/-innen (28 Prozent).
Wie stark diese Maßnahmen von dem einzelnen Mitarbeiter wahrgenommen werden, hängt auch vom Alter der Befragten ab. Die unter 25-jährigen Beschäftigten nehmen beispielsweise deutlich mehr umgesetzte Maßnahmen (95 Prozent) wahr als ihre Kollegen im Alter von 45 bis 54 Jahren (88 Prozent).

Große Unternehmen leben Vielfalt stärker

Weiterhin zeigt sich: Am stärksten setzen sich Großunternehmen für die Vielfalt unter ihren Mitarbeitern ein. 95 Prozent der Befragten in Unternehmen mit bis zu 5.000 Mitarbeitern haben bereits Maßnahmen zur Förderung bei ihrem Arbeitgeber wahrgenommen. Bei kleineren Unternehmen bis zu 50 Mitarbeitern geben dies nur 83 Prozent an. Im Vergleich zu 2017 (93 Prozent) hat sich das wahrgenommene Engagement der größeren Unternehmen für Vielfalt um 2 Prozentpunkte leicht positiv entwickelt.

Beim weiteren Ausbau der Vielfalt in den Unternehmen haben die Beschäftigten klare Vorstellungen. Ihnen kommt es auf eine ausgewogene Mischung der Kollegen hinsichtlich
Sprache (48 Prozent), Alter (46 Prozent) und Geschlecht (44  Prozent) an. Auch in 2017 waren diese drei Aspekte den Beschäftigten am wichtigsten.

Charta der Vielfalt – Faurecia fördert Vielfalt im Unternehmen

Als Technologieunternehmen in der Automobilbranche und globaler Player auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt Faurecia insgesamt 122.000 Mitarbeiter in 37 Ländern, darunter sind 81 verschiedene Nationen repräsentiert. Vielfalt ist an jedem der zahlreichen weltweiten Standorte allgegenwärtig, Diversität bildet einen festen Teil der täglichen Zusammenarbeit.
Um nach innen und außen ein klares Statement für das tolerante Miteinander zu setzen, hat Faurecia bereits vor zwei Jahren die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Diese ist eine
Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen.