Steckverbinder müssen im Automobilbau sehr großen Belastungen gewachsen sein: Weder wechselnde Temperaturen und Witterungseinflüsse noch während der Fahrt auftretende Vibrationen dürfen die Zuverlässigkeit negativ beeinflussen.
(Bildquelle: AdobeStock_69078562)

Steckverbinder müssen im Automobilbau sehr großen Belastungen gewachsen sein: Weder wechselnde Temperaturen und Witterungseinflüsse noch während der Fahrt auftretende Vibrationen dürfen die Zuverlässigkeit negativ beeinflussen.
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Aus diesem Grund hat Hans Geiger Formenbau, Nürnberg, sein Verfahren zur Kabelumspritzung umgestellt: Mit dem nun verwendeten Werkzeug werden sowohl das Kabel als auch die Stecker-Innengeometrie in einem einzigen Arbeitsschritt mit glasfaserverstärkten Polyamiden umspritzt, sodass Dichtelemente nicht mehr benötigt werden. Für Probleme sorgten bisher vor allem die Kabel. Die Umspritzung erfolgt für gewöhnlich mit einem sehr hohen Druck. Da die Kabel jedoch in den meisten Fällen sehr leicht und verformbar sind, bieten sie nur wenig Widerstand und verschieben sich während der Verarbeitung. In der Folge wird das Kabel nicht normgerecht umspritzt. Daher war es von Bedeutung, bereits in der Werkzeugentwicklungsphase auf mehrere Punkte zu achten. Unter anderem müssen der optimale Anspritzpunkt und die geeignete Bauteilfüllung so ausgelegt werden, dass die Kabel nur minimalem Druck ausgesetzt sind. Damit sich das Kabel im Werkzeug nicht bewegen kann, werden zusätzliche Halte- und Fixierelemente eingebracht. Diese werden punktgenau im Spritzvorgang automatisch zurückgezogen, damit die Dichtigkeit des Bauteils gewährleistet wird. Die Abdichtung während des Herstellungsprozesses spielt eine große Rolle: Sowohl die Einlegestelle des Kabels als auch die Kavität selbst sollten eine maximale Dichtheit aufweisen. Der komplette Produktionsprozess erfolgt halbautomatisch; die Kabel werden von einem Werker eingelegt. Dabei werden zwei Werkzeugauswerferseiten im Wechsel mit den Kabeln bestückt. Anschließend erfolgt die Umspritzung.