Die neue Computertomografie ermöglicht fertigungsbegleitende Messungen mit hohem Durchsatz. (Bildquelle: Werth)

Die neue Computertomografie ermöglicht fertigungsbegleitende Messungen mit hohem Durchsatz. (Bildquelle: Werth)

Zur Minimierung der Messzeit erfolgt schon seit Jahren die Echtzeitrekonstruktion in Winwerth parallel zur Bildaufnahme. Die neue On-The-Fly-CT von Werth, Gießen, ermöglicht durch kontinuierliches Drehen der Geräteachse die Einsparung von Totzeiten zum Positionieren des Werkstücks. Im herkömmlichen Start-Stopp-Betrieb wird die Drehbewegung für die Aufnahme eines jeden Durchstrahlungsbildes unterbrochen, damit bei kontinuierlicher Belichtung keine Bewegungsunschärfe entsteht. Für das neue Produkt sind zur Minimierung der Bewegungsunschärfe kurze Belichtungszeiten erforderlich. Um die gleichen geringen Messunsicherheiten wie im Start-Stopp-Betrieb zu erreichen, erhöht man die Anzahl der Drehschritte entsprechend. Es werden typischerweise 10.000 Durchstrahlungsbilder in wenigen Minuten aufgenommen und zum 3D-Volumen rekonstruiert. Die Spezifikation nach VDI/VDE wird trotz der starken Beschleunigung des Messprozesses nicht negativ beeinflusst, sodass die Rückführbarkeit der Messergebnisse auch mit dem neuen Produkt gegeben ist. Mit dem neuen Verfahren kann einerseits die Messzeit bei gleicher Datenqualität bis zu 10-fach reduziert werden. Auch hier wird das Werkstück-Volumen in Echtzeit rekonstruiert und steht sofort nach der Messung zur Verfügung. Andererseits lässt sich bei gleicher Messzeit die Datenqualität erhöhen. Verfahren wie Raster- und Roi-Tomografie oder eine höhere Detektorauflösung liefern Werkstück-Volumen mit höherer Auflösung und besserem Signal-Rausch-Verhältnis. Im Start-Stopp-Betrieb führt dies zu einer Erhöhung der Messzeit, die durch das Produkt ausgeglichen werden kann.