Der Baubeginn der neuen Arburg Montagehalle 23 wurde mit dem Spatenstich offiziell eingeläutet (v. r.): die geschäftsführenden Arburg-Gesellschafter Renate Keinath, Juliane Hehl, Eugen Hehl und Michael Hehl zusammen mit den Architekten Siegfried Schmelzle und Claus Matt vom Architekturbüro Schmelzle + Partner sowie dem Loßburger Bürgermeister Christoph Enderle und Reinhard Geiser, stellvertretender Landrat des Landkreises Freudenstadt.
(Bildquelle: Arburg)

Der Baubeginn der Montagehalle 23 wurde mit dem Spatenstich offiziell eingeläutet (v. r.): die geschäftsführenden Arburg-Gesellschafter Renate Keinath, Juliane Hehl, Eugen Hehl und Michael Hehl zusammen mit den Architekten Siegfried Schmelzle und Claus Matt vom Architekturbüro Schmelzle + Partner sowie dem Loßburger Bürgermeister Christoph Enderle und Reinhard Geiser, stellvertretender Landrat des Landkreises Freudenstadt.
(Bildquelle: Arburg)

„In Sachen Bauaktivitäten geht es bei uns bereits seit dem Jahr 2007 Schlag auf Schlag: Kundencenter, Montagehalle, Parkhaus, Messelogistikhalle, Schulungscenter und jetzt wieder eine neue Montagehalle“, erläuterte Michael Hehl, der als geschäftsführender Gesellschafter den Bereich Werksentwicklung verantwortet, in seiner Ansprache anlässlich des Spatenstichs. So sei in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt ein ansehnlicher dreistelliger Millionen-Euro-Betrag alleine in neue Gebäude am Standort Loßburg geflossen. Zusätzlich zu den Neubauten investiere Arburg jährlich rund vier Prozent des Umsatzes in den alleinigen Produktionsstandort.

Große Maschinen und Turnkey-Anlagen sind gefragt

„Wir gehören zu den Weltmarktführern und fertigen nach wie vor mit großem Erfolg ausschließlich in Loßburg unsere hochwertigen Maschinen für die Kunststoffverarbeitung, die unsere Kunden dann rund um den Globus einsetzen“, sagte Michael Hehl. Dabei verzeichne das Unternehmen seit vielen Jahren ein kontinuierliches Wachstum bei großen Spritzgießmaschinen bis 6.500 kN Schließkraft und bei kundenspezifischen Turnkey-Anlagen. Dieses habe bereits den Anstoß für den Bau der 2016 eröffneten Montagehalle gegeben, deren Kapazität nun an ihre Grenzen stoße.

Die neue Halle wird eine Nutzfläche von 28.500 Quadratmetern haben, davon stehen 21.900 für Produktion und Verwaltung zur Verfügung. 3.700 Quadratmeter sind Technikfläche und 2.900 Verkehrsfläche. Der umbaute Raum beträgt 195.000 Kubikmeter. Das Erdgeschoss soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 bezugsfertig sein.

Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Ressourcenschonung

„Wie bei allen unseren Bauaktivitäten stehen nicht nur die Funktionalität und Ästhetik im Fokus“, betonte der geschäftsführender Gesellschafter. „Auch Umweltschutz und ein schonender Umgang mit Ressourcen und Energie spielen traditionell eine sehr wichtige Rolle und sind schon immer ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur.“

Bei dem Neubau werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um den Primärenergiebedarf auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz von Geothermie für Heizung und Kühlung über 30 Erdwärmesonden mit einer Tiefe von jeweils 199 Metern. Außerdem wird die Abwärme von Maschinenprüfständen, Kompressoren und Lüftungsanlagen genutzt und die Photovoltaikanlagen um weitere 380 Kilowatt peak erweitert. Hinzu kommen das Nutzen von Regenwasser und des natürlichen Lichts.

Die konsequente ökologische Ausrichtung von Arburg hob auch der Loßburger Bürgermeister Christoph Enderle in seinem Grußwort hervor. Er sei stolz, ein solches Vorzeigeunternehmen in seiner Gemeinde zu haben und danke für die kontinuierlichen Investitionen in den Standort Loßburg.

Langjährige Zusammenarbeit

Realisiert wird der Neubau mit dem Architekturbüro Schmelzle + Partner aus Hallwangen. Dabei handelt es sich bereits um das 22. Arburg-Projekt in Folge, wie Architekt Siegfried Schmelzle in seiner Rede betonte: „Wir bauen seit 20 Jahren für Arburg und in dieser Zeit hat sich die Nutzfläche des Loßburger Stammwerks verdoppelt.“ Bei jedem Neubau gelte es, nach Optimierungspotenzial zu suchen und noch besser zu werden als zuvor. Herausfordernd bei der neuen Montagehalle nannte er die gesamte Logistik – auch innerhalb der Hallen –, die Topografie und Entwässerung sowie das Thema Energieoptimierung. „Hier schafft es Arburg, die schon ambitionierten Vorgaben der Energieeinsparverordnung um mehr als 60 Prozent zu unterschreiten“, berichtete Siegfried Schmelzle. Auf der Baustelle sei schon einiges bewegt worden und jetzt freue er sich, dass „mit dem Spatenstich der offizielle Startschuss fällt.“ (sf)