Der Chemiekonzern Lanxess steuert seine weltweiten Geschäfte vom Kölner Lanxess Tower aus. (Bildquelle: Lanxess)

Der Chemiekonzern Lanxess steuert seine weltweiten Geschäfte vom Kölner Lanxess Tower aus. (Bildquelle: Lanxess)

„Ungeachtet des schwächeren Handelsumfelds haben wir einen guten Start in das neue Geschäftsjahr hingelegt. Unsere Ergebnisse zeigen erneut, dass wir deutlich stabiler aufgestellt sind als noch vor wenigen Jahren: Wir konnten die nachlassende Nachfrage aus der Automobilindustrie mehr als ausgleichen und unsere Profitabilität noch einmal steigern, sogar im Vergleich zum starken Vorjahresquartal“, sagte Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender Lanxess.

Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2019 mit 1,822 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis stieg um 3,7 Prozent von 81 Mio. EUR auf 84 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie stieg aufgrund der geringeren durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien mit 4,5 Prozent überproportional von 0,89 EUR auf 0,93 EUR. Innerhalb der ersten drei Monate des Geschäftsjahrs 2019 hat Lanxess für 111 Mio. EUR eigene Aktien zurückgekauft. Bis zum 10. Mai 2019 wurden bereits Aktien für weitere 65 Mio. EUR erworben. Insgesamt hat der Konzern bis zu 200 Mio. EUR für den Aktienrückkauf eingeplant, der spätestens bis zum 31. Dezember 2019 abgeschlossen sein soll.

Für das Gesamtjahr 2019 erwartet Lanxess ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 1.000 Mrd. EUR und 1.050 Mrd. EUR. Im Vorjahr hatte der Chemiekonzern ein Ergebnis von 1.016 Mrd. EUR erreicht.

Drei von vier Segmenten verbessern operatives Ergebnis

Das Segment Advanced Intermediates ist trotz des weiterhin schwachen Agromarkts operativ stark in das neue Geschäftsjahr gestartet. Sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA vor Sondereinflüssen wurde das beste Quartalsergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Umsatz lag im ersten Quartal 2019 mit 586 Mio. EUR um 3,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 565 Mio. EUR. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg deutlich um 11,8 Prozent von 102 Mio. EUR auf 114 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich von 18,1 Prozent auf 19,5 Prozent.

Im Segment Specialty Additives gingen die Absatzmengen aufgrund der Beendigung ertragsschwacher Lohnfertigungsverträge und der Aufgabe eines Standorts sowie der schwächeren Automobilindustrie zurück. Im ersten Quartal 2019 sank der Umsatz um 3,0 Prozent von 500 Mio. EUR auf 485 Mio. EUR. Beim EBITDA vor Sondereinflüssen konnten positive Preis- und Wechselkurseffekte sowie Kostensynergien den geringeren Absatz mehr als ausgleichen. Auch das im ersten Quartal 2018 akquirierte Phosphorchemikalien-Geschäft von Solvay lieferte einen positiven Ergebnisbeitrag. Das Ergebnis stieg um 2,5 Prozent von 81 Mio. EUR auf 83 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 17,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 16,2 Prozent.

Im Segment Performance Chemicals legten Umsatz und Ergebnis zu. Grund dafür war die operative Stärke der Geschäftsbereiche mit Wasseraufbereitungs- und Materialschutzprodukten sowie positive Wechselkurseffekte, die das schwache Chromerzgeschäft im Geschäftsbereich Leder mehr als ausgleichen konnten. Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2019 um 3,3 Prozent von 336 Mio. EUR auf 347 Mio. EUR. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 54 Mio. EUR nach 52 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 15,6 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 15,5 Prozent.

Im Segment Engineering Materials waren Umsatz und Ergebnis von der nachlassenden Nachfrage aus der Automobilindustrie beeinträchtigt. Dies konnte auch die Entwicklung von Preisen und Wechselkursen nicht ausgleichen. Im ersten Quartal 2019 sank der Umsatz um 2,6 Prozent von 392 Mio. EUR auf 382 Mio. EUR. Das EBITDA vor Sondereinflüssen war mit 65 Mio. EUR um 11,0 Prozent niedriger als der Vorjahreswert von 73 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge sank von 18,6 Prozent auf 17,0 Prozent.